Anwohner-Klage gegen zweites Windrad in Häger liegt vor

Claus Meyer

Was wächst da?: Gegen das zweite Windrad in Häger gibt es Widerstand. - © David Schellenberg
Was wächst da?: Gegen das zweite Windrad in Häger gibt es Widerstand. (© David Schellenberg)

Werther-Häger. Die Klage erhoben hat Anwohner Frank Uphaus. Unterstützt wird er bei seinem Vorgehen gegen das genehmigte Windrad an der Holzstraße vom Verein Lebensraum Häger. Dessen Vorstand teilt in einer Pressemitteilung mit, dass die Anfechtungsklage beim Verwaltungsgericht Minden „im Interesse der stark betroffenen Anwohner" erfolge. Die Klage richtet sich gegen den Kreis Gütersloh als Genehmigungsbehörde für das Windrad.

Lebensraum Häger übernimmt die Kosten des Rechtsstreits

Vivienne Bock, Pressesprecherin des Verwaltungsgerichts Minden, bestätigte am Donnerstag den Eingang der Klage zum 30. April. „Fristgerecht", wie der Lebensraum Häger schreibt. Es ist die zweite Klage gegen das Windrad, nachdem wie berichtet auch die Stadt Werther klagt.

Mit der Privatklage bestätigt sich, was der Lebensraum Häger bereits Anfang der Woche gegenüber dem Haller Kreisblatt angekündigt hat. „Die Kosten dieses Rechtsstreits wird der Verein Lebensraum Häger übernehmen", heißt es in der Pressemitteilung weiter. Zahlreiche Anwohner und Vereinsmitglieder hätten sich demnach bereiterklärt, den Verein mit einem einmaligen Prozesskostenzuschuss finanziell zu unterstützen. Lebensraum Häger taxiert die voraussichtlichen Gesamtkosten des Rechtsstreits auf rund 5.000 Euro und bezieht sich hierbei auf die Auskunft des Rechtsanwaltsbüros.

„Besorgter Anwohner und Familienvater"

Bei einer angenommenen Nutzungsdauer von rund 30 Jahren, so der Verein, würde das Leben rund um Häger für Jahrzehnte einer starken Belastung ausgesetzt sein. Lebensraum Häger verweist auf den gewählten Standort 150 Meter über dem Meerespiegel, während das bereits bestehende Windrad bei Surmann in einer Senke liege.

„Ein auswärtiger Investor wird Gewinne einfahren und die nahe gelegenen Anwohner müssen neben starken Beeinträchtigungen auch gesundheitliche Gefahren befürchten", heißt es weiter. Der Verein nennt erneut optische Bedrängung, Schattenschlag, permanente Geräuschentwicklung und Infraschall als Hauptgründe der betroffenen Anwohner gegen das Windrad. „Gerade diese Gründe werden nun in der zweiten Klage gegen das Windrad von dem besorgten Anwohner und Familienvater angeführt", schließt die Pressemitteilung.

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