Gewerbegebiet: Zweiter Abschnitt der Rodderheide soll kommen

Nachdem die Vermarktung des ersten Areals gut läuft, will die Stadt in diesem Jahr Grundstücksverhandlungen für den zweiten Teil aufnehmen

Anja Hanneforth

Ausweitung geplant: Die Bebauung der ersten Flächen im Gewerbegebiet Rodderheide ist in vollem Gang, nun beginnen im Rathaus die Überlegungen zum zweiten Bauabschnitt südlich des Bokemühlenwegs – auf unserem Foto hinter den Neubauten. - © Ulrich Fälker
Ausweitung geplant: Die Bebauung der ersten Flächen im Gewerbegebiet Rodderheide ist in vollem Gang, nun beginnen im Rathaus die Überlegungen zum zweiten Bauabschnitt südlich des Bokemühlenwegs – auf unserem Foto hinter den Neubauten. (© Ulrich Fälker)

Werther. Es war von Anfang an geplant, dass der zweite Bauabschnitt des Gewerbegebiets Rodderheide kommen soll. Nun ist es soweit. Nachdem die Vermarktung der Flächen des ersten Abschnitts erfolgreich läuft und die ersten Gebäude stehen, will die Stadt mit den Überlegungen zur zweiten Teilfläche unterhalb des Bokemühlenwegs beginnen. Das bestätigte Bauamtsleiter Jens Kreiensiek auf Anfrage.

13 Hektar ist das gesamte Areal der Rodderheide zwischen Engerstraße, Jöllenbecker Straße und Bokemühlenweg groß. Von bösen Zungen wurde es bereits als Werthers A 33 bezeichnet, da drei Jahrzehnte an ihm herumgeplant wurde, ohne dass die Bagger rollten. Das änderte sich erst, als die Stadt die Grundstücksverhandlungen für den sieben Hektar großen ersten Bauabschnitt zu einem glücklichen Ende bringen konnte und die Politik grünes Licht für die Bebauung des Areals gab. Heute vor genau drei Jahren, im April 2016, begann die Erschließung, das Gros der Grundstücke – jedenfalls der, die sich im Eigentum der Stadt befinden – konnte verkauft werden.

Dass die Vermarktung am Ende so schnell gehen würde, damit hätte im Rathaus kaum jemand gerechnet. „Das zeigt uns aber, dass Werther einen gewissen Stellenwert als Gewerbestandort hat – trotz fehlenden Autobahnanschlusses", kommentiert Kreiensiek. Um nicht auf Flächen hängen zu bleiben, die am Ende niemand haben will, habe man davon Abstand genommen, die Rodderheide in einem Stück zu überplanen. „Wir wollten erst sehen, wie die Vermarktung läuft."

Vier Familien besitzen die restlichen Grundstücke

Aus den Augen verloren hat die Stadt den zweiten, noch einmal rund fünf Hektar großen Bauabschnitt aber nicht. „Wir haben zum Beispiel die Entwässerung des Gebiets im Vorfeld bereits für das gesamte Areal angelegt, inklusive des großen Rückhaltebeckens im Zentrum", erläutert der Bauamtsleiter.

Im nächsten Schritt werde es nun darum gehen, mit den Grundeigentümern Verhandlungen aufzunehmen. Laut Kreiensiek besitzen vier Familien die restlichen Grundstücke. „Im Laufe des Jahres würden wir gern über deren Verfügbarkeit Bescheid wissen." Er ist vorsichtig optimistisch, dass es gelingen kann: „Denn eine andere Art der Bebauung, etwa ein Wohngebiet, kommt hier ohnehin nicht in Frage. Dazu liegt das Gelände zu nah am Gewerbegebiet Dammstraße."

Wann jedoch – und ob überhaupt – die ersten Firmen auf dem Gelände bauen können, darauf wollte sich der Bauamtsleiter nicht festlegen. Klar sei jedoch, dass im Falle des Weiterbaus der Straßenanschluss im Bereich Engerstraße/Bokemühlenweg gegenüber der ursprünglichen Planung noch einmal überarbeitet werden muss.

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