Schon wieder knallt es auf der Jöllenbecker Straße

Anlieger fordern Abhilfe: Die Jöllenbecker Straße bleibt ein Unfallschwerpunkt

Anja Hanneforth

Ein umgefahrenes Schild ist Zeuge: Erneut gab es auf der Jöllenbecker Straße einen Unfall. Doch so bald wird hier nichts ändern – für einen Radweg fehlt es am nötigen Grunderwerb. - © Achim Fedeler
Ein umgefahrenes Schild ist Zeuge: Erneut gab es auf der Jöllenbecker Straße einen Unfall. Doch so bald wird hier nichts ändern – für einen Radweg fehlt es am nötigen Grunderwerb. (© Achim Fedeler)

Werther. Es passierte am Samstag gegen 18.30 Uhr, als ein Wagen aus bislang unbekannter Ursache in der S-Kurve von der Straße abkam, ins Schleudern geriet und auf dem Dach liegen blieb. Personen kamen bei dem Unfall nicht zu Schaden. Doch der Vorfall befeuert erneut die Wut der Anlieger. Seit vielen Jahren fordern sie eine Entschärfung der Situation. Passiert ist bisher nichts.

Die Verkehrsverhältnisse an der Jöllenbecker Straße ortsausgangs von Werther sind gefährlich, das haben sowohl Vertreter der Stadt als auch des Kreises Gütersloh als Straßenbaulastträger im Nachklang vorheriger Unfälle eingeräumt. Es gibt eine S-Kurve, in der Tempo 50 gilt, doch weder einen Seitenstreifen noch einen ausgebauten Geh- und Radweg.

Genau so etwas fordern die Anlieger, trauen sich selbst schon lange nicht mehr, zu Fuß entlang der Straße zu gehen. Besonders brenzlig wird es, wenn sich zwei Laster begegnen, dann hilft – so haben es die Anwohner vor Jahren in einem Schreiben an die Stadt formuliert – „nur noch ein Sprung in den Straßengraben".

Für die Jöllenbecker Straße ist der Kreis zuständig

Unfälle gab es über die Jahre eine ganze Reihe, durchaus verständlich also, wenn die Anlieger von einem „Unfallschwerpunkt" sprechen. Schon vor zehn Jahren haben sie in einem Antrag an die Stadt die Forderung nach einem Geh- und Radweg gestellt. Da es sich bei der Jöllenbecker Straße um eine Kreisstraße handelt, ist die Stadt allerdings nicht zuständig, sondern hat das Anliegen an den Kreis Gütersloh weitergeleitet.

Und der ist auf dem gleichen Stand wie schon vor Jahren: „Wir sind an der Sache dran", sagte Sprecherin Lena Bökenhans am Montag auf Anfrage. Man sehe den Wunsch nach einer Entschärfung der Situation, die Sache scheitere allerdings an der Bereitschaft der Anlieger, einen Teil ihrer Grundstücke für den Bau eines Radwegs zu verkaufen. „Aber wir werden es weiter versuchen", versprach sie.

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