Windrad in Häger: Politik entscheidet über Klage

Nach dem Nein aus Werther: Sollte der Kreis dies überstimmen, könnte die Stadt dagegen vorgehen

Anja Hanneforth

Archivbild - © Anja Hanneforth
Archivbild (© Anja Hanneforth)

Werther-Häger. Wenn der Kreis Gütersloh wie angekündigt das von der Stadt Werther versagte gemeindliche Einvernehmen ersetzt und damit den Windradbau in Häger endgültig ermöglicht, wird die Stadt dann juristisch dagegen vorgehen? Eine Frage, mit der sich die Mitglieder des Planungsausschusses in einer außerordentlichen Sitzung am 25. März befassen werden. Auch darum, weil Bürgermeisterin Marion Weike diesen für Häger so weitreichenden Entschluss nicht als Geschäft der laufenden Verwaltung erachtet, sondern nicht zuletzt die Politiker in der Verantwortung sieht. Denn die rechtliche Lage ist kompliziert.

Nicht nur, dass der Kreis zurückrudern musste, was die fristgerecht ausgesprochene Stellungnahme der Stadt angeht. Die ist nach Prüfung durch einen Fachanwalt zeitgerecht in Gütersloh eingetroffen. Bezweifelt wird von der übergeordneten Behörde allerdings weiterhin der Grund der städtischen Ablehnung – dass nämlich bei gewissen Windverhältnissen eines der drei Rotorblätter in den virtuellen Luftraum des geltenden Bebauungsplans eindringt. Und auch die Rechtsgültigkeit dieses Bebauungsplans, der eine maximale Windradhöhe von 80 Metern vorgibt, wird vom Kreis angezweifelt.

Weike: "Da wage ich keine Prognose"

Ob diese Gemengelage am Ende den Bau des Windrads an der Holzstraße eher begünstigt oder aber verhindert, vermag Bürgermeisterin Marion Weike nicht zu sagen. „Da wage ich keine Prognose." Schon gar nicht weiß sie, ob es für die Oldenburger Firma überhaupt wirtschaftlich darstellbar ist, bei den derzeitigen Konditionen ein Windrad zu bauen.

„Wir werden jedenfalls nach den Beratungen am 25. März unsere Position an den Kreis übermitteln", kündigt Marion Weike an. Übrigens gilt dafür abermals eine Frist: Bis zum 27. März muss die Stellungnahme in Gütersloh vorliegen.

Copyright © Haller Kreisblatt 2019
Texte und Fotos vom Haller Kreisblatt sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Um Ihren Kommentar abzusenden, melden Sie sich bitte an.
Sollten Sie noch keinen Zugang besitzen, können Sie sich hier registrieren.

Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion an.