Neue Ausstellung: Böckstiegel-Museum präsentiert Werke von Robert Sterl

Das Böckstiegel-Museum präsentiert ab Sonntag um 11 Uhr gut 70 Arbeiten des Impressionisten Robert Sterl. Sogar Böckstiegel sammelte dessen Werke

Birgit Nolte

Exponate aus dem gesamten Bundesgebiet: Museumsleiter David Riedel hat für die Ausstellung knapp 80 Gemälde und Zeichnungen des Künstlers Robert Sterl zusammengetragen. - © Birgit Nolte
Exponate aus dem gesamten Bundesgebiet: Museumsleiter David Riedel hat für die Ausstellung knapp 80 Gemälde und Zeichnungen des Künstlers Robert Sterl zusammengetragen. (© Birgit Nolte)

Werther-Arrode. »Der alte Neumann« hat es ihm besonders angetan. „Ich hätte nie gedacht, dass wir es uns leisten können, dieses Bauern-Porträt zu zeigen“, sagt David Riedel. Doch der Besitzer selbst ist es, der dieses wichtige Werk des Impressionisten Robert Sterl (1867–1932) für die Ausstellung anbietet und dem Museum bei den Kosten für den Transport von Salzburg nach Arrode sogar noch entgegen kommt.

Teile der Exponate der Ausstellung »Gesehen, erschaut, erlebt« stammen jedoch aus der Region. Peter August Böckstiegel, der dem Impressionisten 1913 begegnet, trägt entscheidend dazu bei, dass bei den hiesigen kunstinteressierten Familien neben dem Böckstiegel meist auch ein Sterl hängt. „Ab Frühjahr 1941 vermittelte Böckstiegel 120 Gemälde und an die 1.000 Zeichnungen an regionale Kunstsammler“, berichtet Museumsleiter Riedel. Bis heute gehören 80 Arbeiten von Robert Sterl zur Böckstiegel-Kunstsammlung.

Selbstbildnis: Dieses Porträt schuf Künstler Robert Sterl im Jahr 1920. Es befindet sich im Besitz des Robert-Sterl-Hauses in Naundorf. - © Foto: Jürgen Karpinski, Dresden
Selbstbildnis: Dieses Porträt schuf Künstler Robert Sterl im Jahr 1920. Es befindet sich im Besitz des Robert-Sterl-Hauses in Naundorf. (© Foto: Jürgen Karpinski, Dresden)

Für David Riedel wäre es zwar ein leichtes gewesen, die Ausstellung mit Werken aus dieser Sammlung zu bestücken. „Es ist aber wichtig, den kompletten Künstler und dessen Hauptwerke zu zeigen“, betont der Museumsleiter, der deshalb seine Fühler auch nach Sachsen ausgestreckt hat.

Robert Sterl ist in der ehemaligen DDR deutlich bekannter als in der BRD. Das liegt nicht zuletzt daran, dass auf vielen Sterl-Bildern Arbeiter zu sehen sind. „Sein Werk »Die Steinbrecher« war in jedem DDR-Schulbuch abgebildet“, so Riedel. Das Original, eine Leihgabe des Museums für bildende Kunst in Leipzig, ist jetzt genauso im Böckstiegel-Museum zu sehen wie Robert Sterls auf Leinwand gebannte Eindrücke, die er bei einer Wolga-Reise mit bekannten Größen wie Rachmaninow sammelt. „Auch die Musik ist für Sterl harte Arbeit, die volle Konzentration erfordert“, erläutert David Riedel.

Die Ausstellung mit Werken von Robert Sterl wird am Sonntag, 3. Februar, um 11 Uhr im Böckstiegel-Museum, Schloßstraße 109/111, eröffnet. Museumsleiter David Riedel wird die Gäste begrüßen, die bis 13 Uhr auch freien Eintritt in die Ausstellung haben. Begleitend ist im Hirmer-Verlag ein Ausstellungskatalog zum Preis von 24,90 Euro erschienen.

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