So stellen sich die Wertheraner Parteien für die Bürgermeisterwahl 2020 auf

Bürgermeisterwahl 2020: Die CDU schickt Alexander Fillers ins Rennen gegen Amtsinhaberin Marion Weike (SPD). Dass weitere hinzukommen, ist möglich, aber noch nicht sicher

Claus Meyer

Wer will die Stufen erklimmen? Mit der Bürgermeisterwahl 2020 steht der Chefsessel im Rathaus zur Disposition. Wird ihn Amtsinhaberin Marion Weike erneut belegen, CDU-Herausforderer Alexander Fillers – oder ein Kandidat der übrigen Parteien? - © Anja Hanneforth, HK
Wer will die Stufen erklimmen? Mit der Bürgermeisterwahl 2020 steht der Chefsessel im Rathaus zur Disposition. Wird ihn Amtsinhaberin Marion Weike erneut belegen, CDU-Herausforderer Alexander Fillers – oder ein Kandidat der übrigen Parteien? (© Anja Hanneforth, HK)

Werther. Im Herbst 2020 stehen die Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen an, wahrscheinlich ist ein Termin im September oder Oktober. Offiziell nominiert werden dürfen potenzielle Bürgermeisterkandidaten im Laufe dieses Jahres.

Amtsinhaberin Marion Weike von der SPD strebt nach jetzigem Stand ihre fünfte Amtszeit an. „Wenn es die Gesamtumstände und die Gesundheit zulassen“, sagte sie dem Haller Kreisblatt vor Jahresfrist. 1999 gewann sie in der Stichwahl gegen Ralf Biermann von der CDU. 2004, 2009 und 2014 wurde die Sozialdemokratin jeweils mit mehr als 60 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt.

Die Wertheraner Christdemokraten haben Alexander Fillers auf den Schild gehoben. Der Stadtverbandschef dürfte als designierter Bürgermeisterkandidat Marion Weike im Herbst 2020 herausfordern, brachte sich bereits in der politischen Debatte in Stellung. Bei den beiden jüngsten Kommunalwahlen hatte die CDU keinen eigenen Bewerber im Rennen. 2009 gab es in Udo Pirog einen von den Christdemokraten mit unterstützten parteilosen Kandidaten. 2014 unterlag Thomas Heidemann von den Grünen der Amtsinhaberin.

"Der Aufwand ist nicht ohne"

Aus eigener Erfahrung weiß Heidemann also, was einen möglichen Bürgermeisterkandidaten oder eine -kandidatin erwartet. „Der Aufwand, den man treibt, ist nicht ohne“, sagt der Wertheraner Grünen-Sprecher. Ob seine Partei nach der CDU einen weiteren Konkurrenten gegen Weike ins Rennen schickt, sei noch völlig offen. „Es ist noch ein bisschen Zeit bis dahin“, gibt Heidemann zu bedenken. Ob eine eigene grüne Kandidatur Sinn ergebe und vor allem, ob man jemanden findet, der es machen wolle, werde wohl erst in ein paar Monaten entschieden. 2014 erreichte Heidemann als Bürgermeisterkandidat knapp 37 Prozent der Stimmen. Seine Partei kam auf 20,24 Prozent und lag damit nicht einmal fünf Prozent hinter der CDU.

Für die UWG kandidierte der aktuelle Fraktionschef Uwe Gehring 1999 bei der ersten Wahl eines hauptamtlichen Wertheraner Bürgermeisters. Ob es 2020 wieder einen eigenen Bewerber geben wird, „wissen wir noch nicht“, sagt Tobias Weinhorst. Der Vorsitzende der Unabhängigen Wählergemeinschaft kritisiert den Wahlkampfmodus, in dem sich andere Parteien offenbar schon befänden. „Das wollen wir noch nicht, die Wahl ist erst in gut eineinhalb Jahren“, sagt Weinhorst. Die UWG konzentriere sich lieber auf Themen und Projekte, die jetzt in Werther wichtig seien.

„Wir schauen uns in Ruhe an, was passiert“, sagt der FDP-Ortsverbandsvorsitzende Andreas Honsel für seine Partei. Als kleinste Fraktion im Rat sei man nicht unbedingt in der Position, bei der Kür eines Bürgermeisterkandidaten voranzuschreiten. Ein eigener Bewerber, die Unterstützung eines anderen Kandidaten oder keine Empfehlung – alles sei derzeit möglich, entschieden aber noch nichts. Eine Entscheidung solle aber im Laufe des Jahres fallen. 2014 hatte die FDP Amtsinhaberin Marion Weike unterstützt.

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