Happy Birthday, Marion Weike!

Die Bürgermeisterin von Werther wird heute 60 Jahre alt. Doch die Zahl passe nicht zum Gefühl

Detlef Hans Serowy

Marion Weike: Das Glücksschwein hat ihr Bruder Andreas genäht. Es soll auch im 61. Lebensjahr Glück bringen. - © Anja Hanneforth, HK
Marion Weike: Das Glücksschwein hat ihr Bruder Andreas genäht. Es soll auch im 61. Lebensjahr Glück bringen. (© Anja Hanneforth, HK)

Werther. Wer Marion Weike heute zum Geburtstag gratuliert, kann sich auf eine spezielle Antwort einrichten. „Aber erst um 23.45 Uhr“, will die Bürgermeisterin von Werther sagen. Denn dann sei sie noch ein paar Stunden länger 59 Jahre alt. Mit der 60 als Zahl habe sie sich eine Weile beschäftigt, räumt die Verwaltungschefin ein. „Das innere Gefühl stimmt mit dieser Zahl nicht überein“, sagt sie lachend.

Da der Geburtstag nun einmal da ist, macht Marion Weike das Beste daraus. „Ich feiere mit etwa 70 Personen in Bielefeld ein Fest und wünsche mir, dass meine Gäste tanzen.“ Spezielle Geburtstagswünsche hat sie nicht. „Es soll alles so bleiben, wie es ist“, wünscht sich die Ehefrau und Mutter von zwei Kindern für das Privatleben. „Möglichst sachliche Arbeit im Rat“ für den beruflichen Bereich.

Dankbarkeit ihren Eltern gegenüber empfindet Marion Weike beim Blick zurück. „Ich komme aus einer Arbeiterfamilie, und da war es für Mädchen nicht selbstverständlich, dass sie das Abitur machen durften.“ Ihre Eltern sind 19 und 18 Jahre alt, als sie als Hausgeburt in Brackwede zur Welt kommt. „Die beiden hatten sich fest vorgenommen, als Eltern alles besser zu machen als ihre Eltern.“

Daran hätten sich der Kältemonteur und die Friseurin gehalten, sagt die Tochter. „Ich hatte sehr moderne Eltern, meine zwei Geschwister und ich hatten es gut als Kinder.“ Das Familienleben hat Marion Weike geprägt. Ein guter Zusammenhalt ist ihr besonders wichtig. „Ich habe gelernt, im Zweifel kann man sich auf die Familie verlassen“, betont sie. Dieser Zusammenhalt setze sich auch fort. Neben den eigenen Kindern seien auch die Neffen mit Partnerinnen regelmäßige Gäste.

„Für jedes Lebensjahr habe ich mir ein Lied ausgesucht“

Sie werden sicher auch Gäste auf der Geburtstagsparty von Marion Weike sein. Dafür hat sie sich etwas Besonderes einfallen lassen. „Für jedes Lebensjahr habe ich mir ein Lied herausgesucht.“ Elvis wird gespielt („Mein Vater war ein großer Elvis-Fan“), die Toten Hosen, Udo Lindenberg und weitere Hit-Lieferanten. „Nur in den 90er Jahren hatte ich Schwierigkeiten, da kannte ich die Namen der Bands kaum.“

Das hat womöglich damit zu tun, dass sie Mitte der 90er Jahre Referentin von Bielefelds Bürgermeisterin Angelika Dop- heide ist und zwei Jahre an der Abwicklung der Deponie Laar „gefühlt Tag und Nacht“ arbeitet. Das sei spannend gewesen, müsse aber nicht wieder sein. Ein Höhepunkt in ihrem Berufsleben sei dagegen das Böckstiegel-Museum. „Da war ich von Anfang an dabei, und es ist sehr gelungen“, sagt Marion Weike stolz.

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