Aus 4.000 alten Apfelbäumen wird Rindenmulch

Umbau: Der Apfelgarten von Familie Linhorst hat ausgedient. Innerhalb einer Woche hat ein Bagger ganze Arbeit geleistet. Ab nächstem Jahr liefert eine neue Plantage das Obst

Anja Hanneforth

Letzte Stunde am Isingdorfer Bruch: Nach mehr als 20 Jahren haben die Bäume des Apfelgartens Linhorst ausgedient. Sie wurden mit Hilfe eines Baggers aus dem Boden gezogen.  - © Renate Linhorst
Letzte Stunde am Isingdorfer Bruch: Nach mehr als 20 Jahren haben die Bäume des Apfelgartens Linhorst ausgedient. Sie wurden mit Hilfe eines Baggers aus dem Boden gezogen.  (© Renate Linhorst)

Werther-Isingdorf. Die Schilder weisen bereits in die richtige Richtung, nämlich zum Hof Linhorst an die Wellenstraße. Der Isingdorfer Bruch, wo sich seit Jahrzehnten der Apfelgarten der Familie befand, ist mit vergangener Woche Geschichte Ein Bagger hat die rund 4.000 Bäume einen nach dem anderen aus dem Boden gezogen. „Innerhalb weniger Tage war die Sache erledigt“, blickt Renate Linhorst zurück.

Auch wenn es ihr leid tut, dass die Bäume nicht mehr sind – „sie hatten ihre beste Zeit hinter sich.“ Mitte der 1990er Jahre seien sie gepflanzt worden, „ihr Ertrag und vor allem ihr Geschmack war nicht mehr so, wie wir uns das wünschen“, beschreibt die Obstbäuerin. Viele der Bäume hätten inzwischen unter einem Baumkrebs gelitten, auch die Mäuse hätten an einigen Wurzeln ganze Arbeit geleistet. Und der trockene Sommer habe der Plantage sehr zugesetzt. „Viele Äpfel konnten wir nur noch zu Most verarbeiten“, schildert Renate Linhorst.

Die gefällten Bäume werden nun gehäckselt und finden als Rindenmulch eine letzte Verwendung. Aus dem ehemaligen Apfelgarten wird ein Getreideacker.

An der Wellenstraße wartet die neue, 2015 angelegte Plantage auf ihren Einsatz. 4.500 Bäume mit 16 Sorten werden die Kunden ab kommendem Jahr mit frischem Obst versorgen – „natürlich auch wieder zum Selberpflücken“, verspricht Renate Linhorst.

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