Grüne sehen Stadt beim Thema Kalkwasser in der Pflicht

Antrag im Betriebsausschuss: Die Fraktion fordert „vertraute Eigenschaften“

Kerstin Spieker

Das Wasser in Werther ist zu kalkhaltig. Das ärgert die Bürger. - © Pixabay.com
Das Wasser in Werther ist zu kalkhaltig. Das ärgert die Bürger. (© Pixabay.com)

Werther. Werther verkalkt und das lässt die Nerven blankliegen. Was klingt wie die flapsige Zusammenfassung eines neurologischen Gutachtens, bildet für Wertheraner Haushalte eine Lebenswirklichkeit ab, die ganz allmählich tatsächlich nervtötend und geldvernichtend wirkt. Und weil das so ist, versuchen nach und nach auch die Fraktionen im Rat der Stadt den Druck auf die Verwaltung zu erhöhen.

Am Donnerstag wird ein weiterer Antrag zum Thema Wasserhärte in Werther auf die Agenda des ab 18 Uhr tagenden Betriebsausschusses rücken. Die Grünen haben mit Hilfe zertifizierter Teststreifen zur Bestimmung des Kalkgehaltes eine eigene Messstrecke angelegt. Zwischen 25 und 35 Grad deutscher Härte liegt danach der Wert für das Wertheraner Trinkwasser. Die Partei fordert nun ultimativ ein, Trinkwasser wieder mit den Bürgern und Gewerbetreibenden „vertrauten Eigenschaften" in die Haushalte zu liefern.

Interessant ist die Begründung, die die Grünen dazu einbringen. Denn da ist nicht nur von den Folgen für Leitungen und Endgeräte die Rede, die Grünen wollen auch mögliche Haftungs- und Gewährleistungsaspekte berücksichtigt wissen. Gesetzlich sei die Stadt gesetzlich verpflichtet für die dauernde technische und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Eigenbetriebs Wasserwerk zu sorgen. Da die Probleme mit der Wasserhärte die Wertheraner nun schon seit mehr als zwei Jahren drückt, melden die Grünen Zweifel daran an, dass das in gefordertem Maße beherzigt wurde.

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