Kredit ohne Verdienst: Milde Geldbuße für Wachmann

Anke Schneider

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Justitia (© kraximus2010 - Fotolia)

Werther/Halle. Der Angeklagte betrat am 30. Oktober 2016 die Filiale der Kreissparkasse in Werther und beantragte einen Kredit über 10.000 Euro, für den er eine Verdienstabrechnung vorlegte. Die war allerdings gefälscht, wie sich herausstellte.

„Er war damals in einer Ausbildung zum Wachmann und brauchte ein Auto", sagte der Verteidiger. „Ich habe vorher noch nie so etwas gemacht", beteuerte der Angeklagte, der seinen Fehler zugab. Tatsächlich zeigte das Vorstrafenregister keine Einträge.

Das Gericht schlug daraufhin vor, das Verfahren gegen eine Geldbuße von 1.000 Euro einzustellen. „Das kriegen Sie hier nur einmal von uns", sagte die Richterin, die den Job des Angeklagten als Wachmann mit einem Urteil nicht gefährden wollte.

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