Hund stirbt nach vermutlichem Rattengift-Anschlag

Anja Hanneforth

Nicht mehr zu retten: Der Hund von Annette Strothmann-Huxohl zeigte - wie der Vierbeiner auf diesem Themenfoto - ungewohnte Verhaltensweisen. - © dpa
Nicht mehr zu retten: Der Hund von Annette Strothmann-Huxohl zeigte - wie der Vierbeiner auf diesem Themenfoto - ungewohnte Verhaltensweisen. (© dpa)

Werther. Balou hat es nicht geschafft. Nach viertägiger Leidenszeit ist der Hund von Annette Strothmann-Huxohl am Dienstagmorgen in der Obhut des behandelnden Tierarztes eingegangen. „Er ist einfach kläglich verreckt", trauert seine Besitzerin. Nur vier Jahre ist der Schäferhund-Jack-Russell-Mix alt geworden. Gestorben, so vermuten Tierarzt und Besitzerin, an Rattengift.

„Wer tut so etwas?", fragt sich Annette Strothmann-Huxohl jetzt. Sie geht mit ihrem Hund regelmäßig spazieren, üblicherweise führt sie der Weg vom Wertherberg durch den Grünzug nahe des Ulmenwegs an der Gesamtschule vorbei Richtung Freibad. Oft geht sie auch am Hof Venghaus entlang hoch in den Wald oder auf der anderen Seite der Haller Straße die Egge entlang.

Dass mit Balou etwas nicht stimmt, hat sie in der Nacht von Freitag auf Samstag gemerkt. „Der Hund fing an zu fiepen, hatte Bauchkrämpfe", erzählt seine Besitzerin. Samstagmorgen sei sie gleich zum Tierarzt. Röntgenaufnahme und Ultraschall brachten keine Erkenntnisse, nachdem der Veterinär dem Hund entkrampfende Mittel gegeben hatte, ging es für Annette Strothmann-Huxohl erst einmal wieder nach Hause.

„Die Nacht war dann so schlimm, dass ich am Sonntagmorgen wieder zum Tierarzt bin", erzählt sie. Schon zu dem Zeitpunkt habe der Veterinär vermutet, dass der Hund Gift gefressen haben muss. „Tagsüber war es etwas besser, so dass ich die Hoffnung hatte, dass es Balou schaffen würde", berichtet Annette Strothmann-Huxohl. Doch der Zustand des Tieres verschlechterte sich, in der Nacht auf Dienstag verblieb der Hund sicherheitshalber beim Tierarzt. Am frühen Dienstagmorgen dann der traurige Anruf: „Wenn Sie Ihren Hund noch einmal sehen wollen, sollten Sie vorbeikommen."

„Wer hat das Gift ausgelegt?"

„Es war unglaublich traurig", beschreibt Balous Besitzerin. Zum Schluss hätten sich Einblutungen im Bauchraum gebildet, eindeutiges Zeichen dafür, dass Rattengift im Spiel gewesen sein könnte. „Der Tierarzt hat auf jeden Fall bestätigt, dass Balou Gift gefressen haben muss", so Annette Strothmann-Huxohl.

Sie will nun alle Hundebesitzer in Werther warnen, beim Spaziergang mit ihren Vierbeinern Acht zu geben. „Mein Hund muss einen Köder gefressen haben", da ist sich Annette Strothmann-Huxohl sicher. Die Frage ist: „Wer legt in Werther Gift aus?" Im Gespräch mit Bekannten habe sie erfahren, dass jüngst im Stadtpark etwas Ähnliches passiert sein muss. Da habe ein Hund ein offenkundig weggeworfenes Brötchen gefressen, auch dieser Hund wies später Vergiftungssymptome auf. „Aber er ist glücklicherweise nicht daran gestorben." Im Gegensatz zu Balou. „Aber vielleicht kann durch den Zeitungsbericht verhindert werden, dass so etwas noch einmal passiert", hofft Annette Strothmann-Huxohl.

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