Johannis-Kita öffnet am 1. Dezember - Übergangsgruppe mit weniger Plätzen als gedacht

Kerstin Spieker

Johannis-Kita: So soll die neue Einrichtung der Johanniter an der Rodderheide heißen. Am 1. Dezember soll offizielle Eröffnung sein. Bis dahin ist noch einiges zu tun.  - © Kerstin Spieker, HK
Johannis-Kita: So soll die neue Einrichtung der Johanniter an der Rodderheide heißen. Am 1. Dezember soll offizielle Eröffnung sein. Bis dahin ist noch einiges zu tun.  (© Kerstin Spieker, HK)

Werther. „Größere Beschwerden sind bei mir dann aber nicht mehr gelandet", erklärte Bürgermeisterin Marion Weike im jüngsten Sozialausschuss. Wo allerdings die acht bis neun Kinder letztlich untergekommen sind, deren Eltern für das laufende Kindergartenjahr dringenden Betreuungsbedarf angemeldet hatten, weiß sie nicht. Jedenfalls nicht, wie ursprünglich geplant, in der Übergangsgruppe, die die Johanniter in den ehemaligen Räumen der Entengruppe an der Grundschule Mühlenstraße betreibt.

Denn dort, so musste die Verwaltung dem Ausschuss in einem Sachstandsbericht erläutern, gab es erhebliche Probleme mit der erlaubten Anzahl zu betreuender Kinder. „Für die Entengruppe gab es eine Erlaubnis für 25 Plätze für Kinder über drei Jahren", schilderte Weike. Die Gruppe, die jetzt unter Trägerschaft der Johanniter in der ehemaligen Hausmeisterwohnung an der Grundschule betreut werden sollte, war aber altersgemischt. „Und da hat das Landesjugendamt uns die zulässige Anzahl der Plätze kurzerhand auf zehn reduziert", so die Bürgermeisterin.

Überrascht von der Beschränkung des Landesjugendamtes

Zuvor hatte eine Dringlichkeitsabfrage unter den Eltern, deren Kinder in der im Bau befindlichen Johanniter-Kita an der Rodderheide einen Platz zugesagt bekommen hatten, ergeben, dass 18 bis 19 Kinder zu versorgen wären. Die Übergangsgruppe in den Räumen der Grundschule war nötig geworden, als klar wurde, dass die neue Kita nicht wie ursprünglich geplant zum Beginn es Kindergartenjahres am 1. August fertig werden würde. Die Verwaltung räumte ein, von der Beschränkung des Landesjugendamtes unerwartet getroffen worden zu sein. „Wir waren davon überzeugt, dass es keine Probleme bei der Gruppengröße geben könnte", sagte Marion Weike.

Sie zeigte sich auch im Nachhinein noch sehr erstaunt über das Anforderungsprofil, das das Landesjugendamt für die Räumlichkeiten, in denen eine altersgemischte Gruppe betreut werden darf, gesetzt hat. „Hätten wir mehr als zehn Kinder an der Grundschule unterbringen wollen, dann hätten wir zum Beispiel eine Küche verlegen müssen an einen Ort, an dem es noch nicht einmal eine Wasserleitung gab – und das für eine Übergangszeit von drei Monaten", erläuterte Weike dem Ausschuss.

Sie wolle das Thema allerdings auch im Nachgang durchaus noch einmal auf ihre Agenda nehmen. Bei ihr sei nämlich der Eindruck entstanden, dass die Anforderungen letztlich von der Mitarbeiterin des Landesjugendamtes erarbeitet worden seien, die dann auch über deren Einhaltung wachte.

Ab August 2019 in voller Besetzung

Hinsichtlich der Zeitplanung für die Kita-Fertigstellung meldete Hauptamtsleiter Guido Neugebauer Fortschritte. Der Termin für die offizielle Eröffnung am 1. Dezember stehe und sei auch realistisch. Nachdem der Rohbau in Holzrahmenbauweise sehr schnell errichtet worden sei, ziehe sich naturgemäß der Innenausbau etwas länger hin, mache aber gute Fortschritte. Ab Januar wollen die Johanniter mit 28 Kindern in der Einrichtung arbeiten. Zwölf Plätze sind dann noch frei, deren Besetzung der Träger für das erste Halbjahr 2019 erwartet. In das Kindergartenjahr 2019/20 wollen die Johanniter mit voller Besetzung, das heißt 50 Plätzen, starten.

Die Räume der ehemaligen Entengruppe werden nach dem Auszug der Kindergartenkinder wieder von den Schulkindern genutzt. Geplant ist, dass die Grundschule darin Platz findet für die Differenzierung sowie den OGS-Bereich.

Copyright © Haller Kreisblatt 2018
Texte und Fotos vom Haller Kreisblatt sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Um Ihren Kommentar abzusenden, melden Sie sich bitte an.
Sollten Sie noch keinen Zugang besitzen, können Sie sich hier registrieren.

Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion an.