95 aufgeregte kleine Menschen

Anke Schneider

Einschulung: Mit freudiger Erwartung sahen die Jungen und Mädchen der ersten Klasse ihrem ersten Unterricht entgegen. Die vier Klassenlehrerinnen Gabi Schramm, Susanne Letzel, Ute Achterberg und Silvia Weber nahmen ihre Schützlinge in Empfang. Fotos: anke schneider - © Anke Schneider
Einschulung: Mit freudiger Erwartung sahen die Jungen und Mädchen der ersten Klasse ihrem ersten Unterricht entgegen. Die vier Klassenlehrerinnen Gabi Schramm, Susanne Letzel, Ute Achterberg und Silvia Weber nahmen ihre Schützlinge in Empfang. Fotos: anke schneider (© Anke Schneider)
Begrüßung: Die älteren Kinder der Grundschule empfingen die Neuen mit einem Lied über Zahlen und Buchstaben. - © Anke Schneider
Begrüßung: Die älteren Kinder der Grundschule empfingen die Neuen mit einem Lied über Zahlen und Buchstaben. (© Anke Schneider)

Werther. „Da gehen sie hin, unsere Kinder", sagte ein Vater und seufzte tief. Nicht allen Eltern fiel es leicht, ihre Kinder gestern dem sprichwörtlichen »Ernst des Lebens« zu übergeben. Die Jungen und Mädchen hatten damit weniger Probleme. Aufgeregt rutschten sie auf ihren Sitzen in der Aula der Gesamtschule hin und her, den nagelneuen Schulranzen zwischen die Knie geklemmt und die prall gefüllte Schultüte fest im Griff.

„Ich bin mindestens genauso aufgeregt wie die Kinder und die Eltern", sagte Schulleiter Jens Gadow zur Begrüßung der I-Männchen. Der erste Schultag sei schließlich etwas ganz Besonderes. „Wir werden hier vieles gemeinsam lernen, viele Erfahrungen sammeln und auch viel Spaß haben", sagte er.

Gemeinsam mit seiner Stellvertreterin Katja Kleinemas packte er für die Kinder eine Schultüte. Hinein kam unter anderem eine Luftpumpe, „damit euch hier nicht die Luft ausgeht", eine Lampe, die Licht ins Dunkel bringen soll, ein Kompass für den richtigen Weg und ein Apfel für die Gesundheit.

Udo Lange: Er wünschte den Kindern eine federleichte Zeit. - © Anke Schneider
Udo Lange: Er wünschte den Kindern eine federleichte Zeit. (© Anke Schneider)

Anschließend präsentierten die älteren Kinder der Grundschule ein Singspiel über Buchstaben und Zahlen. Die Kinder der Hasenklasse aus Werther nahmen die Zahlen, die Zwerge aus Langenheide die Buchstaben mit in ihre Schule. Wie sollten die Kinder in Werther nun Buchstaben und die Kinder in Langenheide Zahlen lernen? Ganz einfach: Jeder Standort lernte zunächst mit dem Material, das er hatte, dann wurde getauscht.

Der Chor und eine Tanzgruppe trugen ebenfalls zum Programm der Einschulung bei. Die Gäste sahen und hörten spritzige Darbietungen, unter anderem das Lied »Ihr seid willkommen hier« zur Melodie des Kinderliedes »Die Affen rasen durch den Wald«.

Zu guter Letzt begrüßte auch Udo Lange als Vertreter der Stadt die neuen Kinder. Er ging auf das Sprichwort »Nun beginnt der Ernst des Lebens« ein, das er persönlich für reinen Blödsinn hält. „Lasst euch keine Angst machen", sagte er und machte deutlich, dass die Schulzeit in erster Line Spaß macht. Er kramte eine Gänsefeder aus seiner Jackentasche, die er auf dem Weg zur Schule gefunden hatte, und ließ sie zu Boden schweben. „So federleicht soll euch auch das Lernen fallen", wünschte er den Kindern.

Nach der feierlichen Begrüßung der Neuen machten sich die Kinder auf in Richtung ihrer Schule. Drei Klassen wanderten zusammen mit Eltern und Lehrerinnen zur Mühlenstraße, eine Klasse fuhr mit dem Bus zur Grundschule Langenheide. Dort hatten die Kinder dann die erste Schulstunde ihres Lebens.

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Auch für sie war Schulstart


Nicht nur die Grundschüler hatten jetzt ihren ersten Schultag. Am evangelischen Gymnasium begann für 81 Fünftklässler der Ernst des Lebens, außerdem für 77 Oberstufenschüler. Die Böckstiegel-Gesamtschule freute sich gestern über 95 neue Fünftklässler. 

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