Umbau der Grundschule Mühlenstraße wird noch bis zum Winter dauern

Anja Hanneforth

Ein bisschen wie im Rohbau: Sandra Wursthorn von der Stadtverwaltung im neuen Lehrerzimmer der Grundschule. Die Fensterdurchbrüche unten und darüber die Oberlichter sollen zusätzlich zur großen Fensterfront für noch mehr Helligkeit im Raum sorgen. - © Anja Hanneforth, HK
Ein bisschen wie im Rohbau: Sandra Wursthorn von der Stadtverwaltung im neuen Lehrerzimmer der Grundschule. Die Fensterdurchbrüche unten und darüber die Oberlichter sollen zusätzlich zur großen Fensterfront für noch mehr Helligkeit im Raum sorgen. (© Anja Hanneforth, HK)

Werther. Es war knapp, gibt Sandra Wursthorn von der Stadtverwaltung zu. Aber es hat geklappt. Die Kinder, die ab heute wieder zur Grundschule gehen, werden von den Arbeiten, die in den vergangenen vier Wochen für Lärm, Dreck und Staub gesorgt haben, nichts mehr mitbekommen. Nur noch die Spanplatten, die die Baustellen verdecken, zeugen von den baulichen Aktivitäten. Die Fenster- und Türdurchbrüche sind geschaffen, der neue Eingang vom Schulhof ist aus dem Mauerwerk geschlagen, der Platz für die Oberlichter zum künftigen Lehrerzimmer ebenfalls. Jetzt können die Feinarbeiten beginnen. Und das müssen sie auch, und zwar so schnell wie möglich, soll der Umbau des Verwaltungstrakts noch in diesem Jahr gelingen.

Wie berichtet wird die Grundschule den Bereich für ihre Angestellten deutlich vergrößern und optimieren. Das Lehrerzimmer bekommt mehr Platz, die Schulleitung auch, es wird Räume für Besprechungen, Elterngespräche, Kleingruppen- und Differenzierungsunterricht geben. Die Teeküche, bisher ein winziges Plätzchen in einer Flurecke, erhält einen neuen Standort, genau wie es einen Sanitätsraum gleich neben dem neuen Sekretariat geben wird. 330.000 Euro nimmt die Stadt als Träger der Schule dafür in die Hand, „noch liegen wir voll im Finanzplan", lässt Sandra Wursthorn wissen.

„Noch liegen wir voll im Finanzplan"

Ob es dabei bleibt, werden die nächsten Wochen und Monate zeigen. So lange bleiben auch das Lehrerkollegium und die Schulleitung ausquartiert. Bereits vor den Sommerferien sind sie in ein Provisorium im ersten Stock des Altbaus gezogen.

„Es ist toll, dass alle so gut mitziehen", ist Sandra Wursthorn erleichtert. Aber mit dem guten Gefühl vor Augen, dass hier etwas wirklich Schönes entsteht, könne man die Durstphase vielleicht etwas besser ertragen. Lediglich Sekretärin Petra Maciejowski , die wohl wichtigste Anlaufstelle im Schulbetrieb, bleibt fürs Erste in ihrem angestammten Büro.

Anfang August haben die ersten Handwerker auf dem Gelände an der Mühlenstraße ihre Arbeit aufgenommen. „Wir waren heilfroh, dass sich überhaupt welche auf unsere Ausschreibung hin gemeldet haben", gibt Sandra Wursthorn zu. Bei der derzeit guten Auftragslage im Land sei dies keine Selbstverständlichkeit. Doch es habe alles super geklappt, und so wäre zunächst mit den Arbeiten begonnen worden, die am meisten Dreck und Lärm verursachen.

Denn natürlich saß der Stadt bei allen Überlegungen die Zeit im Nacken. „Gern hätten wir die gesamte Maßnahme in den Sommerferien abgewickelt, doch dafür ist sie einfach zu umfangreich", sagt Sandra Wursthorn.

„Ursprüngliches Ziel war utopisch und nicht zu schaffen"

Auch das ursprüngliche Ziel, bei einem sehr frühen Baustart zwei, drei Wochen nach den Sommerferien fertig zu sein, wäre „utopisch und nicht zu schaffen" gewesen. Sandra Wursthorn ist realistisch: „Wenn es gelingt, die Arbeiten Ende des Jahres abzuschließen, wäre das gut."

Abriss- und Maurerarbeiten sind also inzwischen gelaufen, noch in dieser Woche erwartet Sandra Wursthorn Ausschreibungsergebnisse für die nächsten Gewerke Trocken- und Fensterbau, Malerarbeiten sowie Heizung und Sanitär. Der Bereich Elektro – aufwendig, weil auch die Klassenräume wegen der neuen digitalfähigen Tafeln betroffen sind – wird erst in diesen Tagen ausgeschrieben. „Auch hier erhoffen wir uns, dass sich überall Firmen melden", so Sandra Wursthorn, und dass es in einem Schwung weitergehen könne.

Ausdrücklich hebt die Mitarbeiterin der Stadt hervor, dass der Schulbetrieb von den Umbauarbeiten nicht betroffen ist. „Jede Klasse wird ihren eigenen Raum bekommen, Übergangslösungen sind nicht erforderlich." Einem erfolgreichen Schulstart für die Zweit- bis Viertklässler heute und den neuen Erstklässler morgen steht also nichts im Weg.

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