Wieder Vandalismus an der Grundschule Werther

Anja Hanneforth

Barfuß laufen geht nicht: Müll und vor allem Glasscherben liegen täglich in großer Menge im Atrium auf der Südseite der Schule. - © Anja Hanneforth, HK
Barfuß laufen geht nicht: Müll und vor allem Glasscherben liegen täglich in großer Menge im Atrium auf der Südseite der Schule. (© Anja Hanneforth, HK)

Werther. Wie gern würde Uta Schaldach, Leiterin des offenen Ganztags an der Grundschule Mühlenstraße, den Kinder bei den heißen Temperaturen erlauben, barfuß herumzulaufen oder im Planschbecken zu spielen. Doch das Wasserbecken bleibt unter Verschluss und das Schuhwerk an den Füßen. Denn immer wieder und überall liegen Glasscherben auf dem Schulhof, dem Sandkasten, den Rasenflächen und dem rückseitigen Atrium. „Wir könnten hier jeden Tag den Müll aufkehren, und anderntags sieht es wieder genauso aus wie vorher", beklagt Uta Schaldach.

Gerade neu, schon beschädigt: Unbekannte haben die nagelneue Tischtennisplatte auf dem Schulhof mit einem Graffiti versehen. Das finden auch die Kinder alles andere als toll. - © Anja Hanneforth, HK
Gerade neu, schon beschädigt: Unbekannte haben die nagelneue Tischtennisplatte auf dem Schulhof mit einem Graffiti versehen. Das finden auch die Kinder alles andere als toll. (© Anja Hanneforth, HK)

Das Problem mit Vandalismus an der Grundschule ist nicht neu. Regelmäßig sorgen Gruppen junger Leute, meist Jugendliche, für Ärger. Anfang des Jahres war es besonders schlimm. Wie berichtet waren damals Mülleimer demoliert oder sogar völlig zerstört worden, genau wie der Briefkasten, die Bewegungsmelder und die fest im Boden verankerte Tischtennisplatte. Von Müll und Glasscherben ganz zu schweigen, die überall auf dem Areal herumliegen. Anfang des Jahres waren auch die Freiflächen rund ums Jugendzentrum und das Gymnasium vom Vandalismus betroffen.

„Die Situation ist aber besser geworden", betont Sandra Wursthorn von der Stadt, will jedoch nur für die städtische Grundschule sprechen. Müll, Zigarettenreste, Flaschen und Glasscherben würden allerdings immer wieder gefunden, und daran werde sich wohl auch nichts ändern. Für die zerstörte Tischtennisplatte habe man inzwischen Ersatz besorgt und im Mai aufgestellt. 2000 Euro habe das fest installierte Spielgerät gekostet.

Das inzwischen bereits seine erste Beschädigung erfahren hat. Unbekannte haben einen silbernen Graffiti-Schriftzug auf die eine Seite des Netzes gesprüht. Dazu ist eine der Gummimatten eines Spielgeräts mit einem Messer angeschnitten worden; nicht ungefährlich, wenn Kinder darauf wippen.

„Das ist furchtbar ärgerlich und sehr schade", beklagt Uta Schaldach. Dass die Kinder barfuß auf dem Außengelände herumtollen können, sei lange vorbei. Das Sonnensegel für das Atrium zur Straße am Bach hin habe der Hausmeister in diesem Sommer gar nicht mehr aufgebaut. „Das hat gar keinen Sinn, da es ohnehin wieder kaputt gemacht würde."

Uta Schaldach ist sich mit Sandra Wursthorn einig, dass die Jugendlichen natürlich einen Ort für ihre Treffen haben müssen. Das könne auch die Grundschule sein. „Aber sie müssen die Flächen ordentlich hinterlassen." Leider passierten die Vorfälle keineswegs nur am Wochenende, sondern nahezu täglich. „Wenn ich um 16.30 Uhr gehe, sehe ich die Jugendlichen manchmal sogar und spreche sie direkt an. Die meisten sehen die Problematik sogar ein. Aber kommt dann Alkohol ins Spiel, haben sie ihre guten Vorsätze schnell vergessen."

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