Löschzug Langenheide bekommt neues Gefährt

Anja Hanneforth

So eins wird es werden: Die Stadt Werther schafft für den Löschzug Langenheide ein neues Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug, kurz HLF 10, an. Es soll Anfang kommenden Jahres ausgeliefert werden. Das Fahrgestell kommt von der Firma MAN, den Aufbau übernimmt die Firma Schlingmann in Dissen. Auf unserem Foto schaut sich Werthers Wehrführer Joachim Heidemann (links) zusammen mit Can Okutur von der Firma Schlingmann die Baupläne an. ?Fotos: Anja Hanneforth - © Anja Hanneforth, HK
So eins wird es werden: Die Stadt Werther schafft für den Löschzug Langenheide ein neues Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug, kurz HLF 10, an. Es soll Anfang kommenden Jahres ausgeliefert werden. Das Fahrgestell kommt von der Firma MAN, den Aufbau übernimmt die Firma Schlingmann in Dissen. Auf unserem Foto schaut sich Werthers Wehrführer Joachim Heidemann (links) zusammen mit Can Okutur von der Firma Schlingmann die Baupläne an. ?Fotos: Anja Hanneforth (© Anja Hanneforth, HK)
Feuerwehr Schlingmann Feuerwehrfahrzeug Feuerwehrauto 


Die Wertheraner Feuerwehr bekommt für ihren Löschzug Langenheide ein neues Fahrzeug Hilfeleistungslöschfahrzeug. HLF 10 Das Fahrgestell liefert die Firma MAN, den Aufbau übernimmt die Firma Schlingmann in Dissen. Fertig beladen wird es die Stadt Werther 340.000 Euro kosten. - © Foto: Anja Hanneforth
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Die Wertheraner Feuerwehr bekommt für ihren Löschzug Langenheide ein neues Fahrzeug Hilfeleistungslöschfahrzeug. HLF 10 Das Fahrgestell liefert die Firma MAN, den Aufbau übernimmt die Firma Schlingmann in Dissen. Fertig beladen wird es die Stadt Werther 340.000 Euro kosten. (© Foto: Anja Hanneforth)

Werther-Langenheide/Dissen. An jedem Fahrzeug, jeder Kabine, jedem Gestell hängen kleine weiße Zettel mit Produktnummern und Ortsnamen. Die gesamte Republik ist in den Fertigungshallen der Dissener Firma Schlingmann vertreten, aktuell arbeiten die Mitarbeiter an Bestellungen aus Wuppertal, Bremen, Brandenburg, dem Emsland und Dutzenden mehr. Bald wird das Unternehmen einen Auftrag mit dem Ortsnamen Werther anlegen müssen. Die Stadt hat für den Löschzug Langenheide ein neues Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug bestellt. Es wird stattliche 340.000 Euro kosten, soll Anfang kommenden Jahres ausgeliefert werden und geht demnächst in Produktion.

34 Jahre altes Löschfahrzeug aus Häger wird verkauft

Ein Dutzend Fahrzeuge umfasst der Fuhrpark der Wertheraner Feuerwehr. Acht große Einsatzwagen zählen dazu, der älteste wurde vor 34 Jahren in Dienst gestellt. Er gehört zum Löschzug Häger und soll nun ausgemustert werden. In einem Transfer bekommen die Langenheider das neue Fahrzeug und geben ein ältereres nach Häger ab; das ganz alte wird von dort verkauft.

Löschzug Langenheide bekommt Zuwachs

Vor zwei Jahren begannen die ersten Überlegungen für die Neuanschaffung. Feuerwehrwagen kauft man nicht einfach so, sie sind teuer, weshalb ihre Anschaffung aus Steuergeldern gut überlegt sein will. Ein achtköpfiges Gremium der Wertheraner Wehr, darunter die Zugführer und Gerätewarte, hat sich mehrfach beraten. Welcher Fahrzeugtyp kommt in Frage? Braucht der Wagen einen Allradantrieb? Wie groß soll der Wassertank sein? Wie groß die Mannschaftskabine? Welche Zuladung soll das neue Fahrzeug erhalten und wie die dafür notwendigen Fächer angeordnet werden?

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Die Wertheraner Feuerwehr bekommt für ihren Löschzug Langenheide ein neues Fahrzeug Hilfeleistungslöschfahrzeug. HLF 10 Das Fahrgestell liefert die Firma MAN, den Aufbau übernimmt die Firma Schlingmann in Dissen. Fertig beladen wird es die Stadt Werther 340.000 Euro kosten. - © Foto: Anja Hanneforth
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Die Wertheraner Feuerwehr bekommt für ihren Löschzug Langenheide ein neues Fahrzeug Hilfeleistungslöschfahrzeug. HLF 10 Das Fahrgestell liefert die Firma MAN, den Aufbau übernimmt die Firma Schlingmann in Dissen. Fertig beladen wird es die Stadt Werther 340.000 Euro kosten. (© Foto: Anja Hanneforth)

Als dies feststand, hat die Kommunalagentur für die Stadt Werther den Auftrag ausgeschrieben. Europaweit und separat nach Fahrgestell, Aufbau und Beladung.

Inzwischen ist klar, dass MAN das Fahrgestell liefern und Schlingmann den Aufbau übernehmen wird. Von wem die Beladung kommt, steht noch nicht fest. „Einiges werden wir sicher aus dem alten Löschfahrzeug in Häger übernehmen können", sagt Wehrführer Joachim Heidemann. Zusammen mit Schlingmann-Vertriebsingenieur Peter Schallenberg und Regionalverkaufsleiter Michael Janböke zeichnet er den Weg von den ersten Planungen bis zum einsatzbereiten Feuerwehrfahrzeug nach.

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Die Wertheraner Feuerwehr bekommt für ihren Löschzug Langenheide ein neues Fahrzeug Hilfeleistungslöschfahrzeug. HLF 10 Das Fahrgestell liefert die Firma MAN, den Aufbau übernimmt die Firma Schlingmann in Dissen. Fertig beladen wird es die Stadt Werther 340.000 Euro kosten. - © Foto: Anja Hanneforth
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Die Wertheraner Feuerwehr bekommt für ihren Löschzug Langenheide ein neues Fahrzeug Hilfeleistungslöschfahrzeug. HLF 10 Das Fahrgestell liefert die Firma MAN, den Aufbau übernimmt die Firma Schlingmann in Dissen. Fertig beladen wird es die Stadt Werther 340.000 Euro kosten. (© Foto: Anja Hanneforth)

Und der ist lang. Hat die Firma Schlingmann das Fahrgestell erhalten – also Zugmaschine und Chassis mit vier Rädern – beginnt in Dissen der Aufbau. Der wird mehrere Monate dauern, denn Feuerwehrautos gibt’s nicht von der Stange. Alles ist Handarbeit und wird individuell nach den Wünschen der Kunden gefertigt. Das geht beim Rahmen los, weiter über den Tank, das Pumpensystem und die Fahrerkabine bis hin zum ergonomischen Einstieg für die Feuerwehrleute. Denn im Einsatzfall muss alles schnell gehen und jede Zeitverzögerung verhindert werden. Sogar die Beschriftung der Fahrzeuge fällt individuell aus, manche Wehren wollen zusätzlich zur roten Lackierung einen neongelben Signalstreifen, andere die Notrufnummer, den Namen ihres Löschzugs oder ein Flammenzeichen. „Der Kunde bestimmt, wie die Aufschrift aussieht", sagt Peter Schallenberg.

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Die Wertheraner Feuerwehr bekommt für ihren Löschzug Langenheide ein neues Fahrzeug Hilfeleistungslöschfahrzeug. HLF 10 Das Fahrgestell liefert die Firma MAN, den Aufbau übernimmt die Firma Schlingmann in Dissen. Fertig beladen wird es die Stadt Werther 340.000 Euro kosten. 


Regionalverkaufsleiter Michael Janböke am Herzstück eines Löschfahrzeugs, den Pumpen - © Foto: Anja Hanneforth
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Die Wertheraner Feuerwehr bekommt für ihren Löschzug Langenheide ein neues Fahrzeug Hilfeleistungslöschfahrzeug. HLF 10 Das Fahrgestell liefert die Firma MAN, den Aufbau übernimmt die Firma Schlingmann in Dissen. Fertig beladen wird es die Stadt Werther 340.000 Euro kosten.

Regionalverkaufsleiter Michael Janböke am Herzstück eines Löschfahrzeugs, den Pumpen (© Foto: Anja Hanneforth)

Wenn Langenheides neues HLF 10 fertig ist, werden in ihm zweieinhalb Kilometer Kabel verbaut sein, es wird Platz für neun Feuerwehrleute haben, einen Wassertank mit einem Fassungsvermögen von 2000 Litern, ein Automatikgetriebe, 290 PS und ein Gewicht von gut 13 Tonnen.

Mindestens 25 Jahre muss das neue Fahrzeug halten

Kosten wird es 340.000 Euro. Teuer genug, doch es ginge noch mehr, wie Peter Schallenberg versichert: „Wer einen Kran, eine Schaumanlage oder einen Wasserwerfer haben will, muss deutlich tiefer in die Tasche greifen." Natürlich hinge so etwas auch davon ab, wo ein Feuerwehrfahrzeug zum Einsatz kommt – in einem Ort wie Werther oder vielleicht einem großen Chemiewerk.

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Die Wertheraner Feuerwehr bekommt für ihren Löschzug Langenheide ein neues Fahrzeug Hilfeleistungslöschfahrzeug. HLF 10 Das Fahrgestell liefert die Firma MAN, den Aufbau übernimmt die Firma Schlingmann in Dissen. Fertig beladen wird es die Stadt Werther 340.000 Euro kosten. - © Foto: Anja Hanneforth
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Die Wertheraner Feuerwehr bekommt für ihren Löschzug Langenheide ein neues Fahrzeug Hilfeleistungslöschfahrzeug. HLF 10 Das Fahrgestell liefert die Firma MAN, den Aufbau übernimmt die Firma Schlingmann in Dissen. Fertig beladen wird es die Stadt Werther 340.000 Euro kosten. (© Foto: Anja Hanneforth)

Anfang 2019 soll das neue Löschfahrzeug fertig sein und an die Wertheraner Wehr ausgeliefert werden. Danach wird es mindestens 25 Jahre seinen Dienst tun und bei Bränden, Unfällen, technischen Hilfeleistungen und Übungen zum Einsatz kommen. Nur Kilometer wird es in dieser Zeit wenige sammeln: „Wenn unsere Wagen nach 25, 30 Jahren 25.000 Kilometer auf dem Tacho haben, ist das viel", sagt Joachim Heidemann lachend – und schaut sich bei Schlingmann schon einmal ein baugleiches HLF 10 an, wie es ab dem kommenden Jahr in Langenheide stehen wird.

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Die Wertheraner Feuerwehr bekommt für ihren Löschzug Langenheide ein neues Fahrzeug Hilfeleistungslöschfahrzeug. HLF 10 Das Fahrgestell liefert die Firma MAN, den Aufbau übernimmt die Firma Schlingmann in Dissen. Fertig beladen wird es die Stadt Werther 340.000 Euro kosten. - © Foto: Anja Hanneforth Die Wertheraner Feuerwehr bekommt für ihren Löschzug Langenheide ein neues Fahrzeug Hilfeleistungslöschfahrzeug. HLF 10 Das Fahrgestell liefert die Firma MAN, den Aufbau übernimmt die Firma Schlingmann in Dissen. Fertig beladen wird es die Stadt Werther 340.000 Euro kosten. - © Foto: Anja Hanneforth
Info

Ein Blick in die Historie

- Die Firma Schlingmann in Dissen wurde 1880 gegründet. 1926 verließ das erste motorisierte Fahrzeug den damals noch kleinen Betrieb. 1952 wurde die Produktion von Feuerwehrwagen ausgeweitet, 1985 schließlich konzentrierte sich das Unternehmen voll auf die Sparte. 1993 wurde die Firma um ein neues Werk für Kabinenbau in Versmold erweitert, ein Jahr später kam eine Produktionsstätte für Aluminium-Aufbauten in Burgstädt dazu. 2015 und 2017 wurden große Betriebshallen im Dissener Industriegebiet gebaut.
- 180 Mitarbeiter generieren heute an vier Standorten einen Umsatz von 35 Millionen Euro. Rund 200 Feuerwehrfahrzeuge verlassen jährlich das Werk.

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