Werther sieht sich bei der Kinderbetreuung gut aufgestellt

In der nächsten Woche kommen die bereinigten Zahlen auf den Tisch

Kerstin Spieker

Symbolfoto - © pixabay.com
Symbolfoto (© pixabay.com)

Werther. Klappt es mit dem Platz in der Kindertagesstätte? Derzeit ist diese Frage ein Thema, das viele Eltern umtreibt. Gerade sind die Bescheide an die Mütter und Väter ergangen. Das letzte Wort allerdings ist das in einigen Fällen noch nicht. „Wir hier in Werther haben in der kommenden Woche einen runden Tisch mit allen Leitungen der Einrichtungen", erklärte Hauptamtsleiter Guido Neugebauer auf HK-Anfrage. Dort werde man sich dann gemeinsam Klarheit verschaffen. Zum Beispiel gebe es noch immer Doppelanmeldungen, die das Gesamtergebnis verzerrten. Erst nach der gemeinsamen Runde lasse sich wirklich sagen, wie die Betreuungslage in Werther aussehe.

Bei dringendem Bedarf will die Stadt Lösungen parat haben

Allerdings zeigte sich Guido Neugebauer recht optimistisch. „Ich glaube, wir sind ganz gut aufgestellt", sagte er. Zwar ist in der Bedarfsplanung des Kreises Gütersloh die neue Kita der Johanniter mit ihren 40 Plätzen bereits in Gänze einbezogen, allerdings auch dort mit dem Vermerk, dass es eventuell eine Übergangslösung geben müsse. Wie bereits berichtet, kann der 1. August als Termin für die Inbetriebnahme der Einrichtung aller Voraussicht nach nicht gehalten werden. Von vermutlich etwa zwei Monaten Verspätung muss derzeit wohl ausgegangen werden.

„Familien, die einen dringenden Bedarf haben, werden wir aber eine Lösung anbieten können", versprach Guido Neugebauer. „Und da haben wir ja zum Glück noch die Räumlichkeiten der ehemaligen Entengruppe in der Grundschule", erklärte er.

Gibt sich optimistisch: Guido Neugebauer. - © Anja Hanneforth, HK
Gibt sich optimistisch: Guido Neugebauer. (© Anja Hanneforth, HK)

Zusätzliche Plätze, wie in Werther durch den Bau der Drei-Gruppen-Einrichtung der Johanniter in der Rodderheide, sind nicht nur in der Böckstiegelstadt nötig. Angesichts weiterhin steigender Kinderzahlen und eines ebenfalls weiterhin steigenden Nachfrageverhaltens der Eltern müssen in allen Kommunen des Altkreises Halle weitere Plätze geschaffen werden. Eine deutliche Veränderung hat sich im gesamten Kreisgebiet auch hinsichtlich der Betreuungszeiten ergeben. Langsam aber stetig steigt die Nachfrage nach Betreuungszeiten von 45 Wochenstunden an.

Für 57 Prozent der Kinder nehmen Erziehungsberechtigte im Kindergartenjahr 2018/2019 die Höchstbetreuungszeit in Anspruch. Für 35 Wochenstunden wurden 29 Prozent der Kinder angemeldet und nur 14 Prozent für das 25 Wochenstundenpaket, das die Betreuung in erster Linie am Vormittag vorsieht.

In Werther liegt der Anteil der 25-Wochenstunden-Pakete in der Betreuungsplanung sogar deutlich unter dem Kreisdurchschnitt. Nur 27 von insgesamt 374 Planplätzen bieten die Vormittagsbetreuung, 94 der Plätze das 35-Wochenstunden-Paket. Und sage und schreibe 253 Plätze umfassen 45-Wochenstunden.

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