Gesamtschule gewinnt Klimaschutzpreis

Anja Hanneforth

Preisverleihung: Die Schülergenossenschaft der PAB-Gesamtschule erhält den Klimaschutzpreis 2017. Darüber freuen sich der stellvertretende Schulleiter Michael Strangmann (von links), Lehrer Stefan Wöhle, die Vorstandsmitglieder Nick Schütter, Maximilian Witte, Marius Gaesing und Leon Rother, innogy-Vertreterin Saskia Kemner, der stellvertretende Bürgermeister Udo Lange und Umweltschutzbeauftragter Werner Schröder. - © Foto: Anja Hanneforth
Preisverleihung: Die Schülergenossenschaft der PAB-Gesamtschule erhält den Klimaschutzpreis 2017. Darüber freuen sich der stellvertretende Schulleiter Michael Strangmann (von links), Lehrer Stefan Wöhle, die Vorstandsmitglieder Nick Schütter, Maximilian Witte, Marius Gaesing und Leon Rother, innogy-Vertreterin Saskia Kemner, der stellvertretende Bürgermeister Udo Lange und Umweltschutzbeauftragter Werner Schröder. (© Foto: Anja Hanneforth)

Werther/Borgholzhausen. Eine bessere Übung für’s spätere Berufsleben dürfte es kaum geben: Da gründen Schüler der Gesamtschule eine eigene Genossenschaft inklusive Vorstand, Aufsichtsrat und Marketingabteilung, bauen ihre eigenen Produkte an, machen Werbung für sie, verkaufen sie, führen darüber Buch, akquirieren Mitglieder, investieren eingenommene Gelder neu. Jetzt wurden sie für ihr Engagement im Rathaus mit dem innogy-Klimaschutzpreis ausgezeichnet. Die politisch umstrittene Blotenberg-Initiative ging wie berichtet als zweiter Bewerber für den Preis leer aus.

Dass die Schülergenossenschaft, die unter dem Namen »PAB-Association eSG« firmiert und den gleichen Prüfungskriterien unterliegt wie etwa die Volksbank, ein würdiger Preisträger ist, ging am Mittwoch aus sämtlichen Redebeiträgen hervor. Die eigentliche Entscheidung hatte erstmals in der Geschichte der Vergabe eine Jury, bestehend aus politischen Vertretern und einem Mitarbeiter der Firma innogy, getroffen.

„Ich bin begeistert, wie viel Engagement und Kreativität die Jugendlichen in das Projekt stecken", hätte das Lob von Lehrer Stefan Wöhle nicht höher ausfallen können. Er helfe nur dann, wenn die Schüler aus formellen Gründen erwachsene Unterstützung brauchen. Auch der stellvertretende Schulleiter Michael Strangmann konnte nur Gutes sagen und freute sich sehr, dass die nächste Vorstands-Generation bereits in den Startlöchern steht.

Wie mehrfach berichtet produzieren die Jugendlichen mit ihrer Bienen-AG Honig und über verschiedene Obstwiesen Apfelsaft und Marmelade, die in der schuleigenen Küche gekocht wird. Darüber hinaus fertigen sie Insektenhotels und Vogelhäuser an.

Marius Gaesing und Leon Rother, Mitglieder der ersten Stunde, erzählten, wie die Genossenschaft arbeitet, was auch Saskia Kemner von der Firma innogy begeisterte. „Dieses Engagement für den Umweltschutz ist wirklich besonders", sagte sie, und der Preis sei unbedingt verdient.

Die 1000 Euro sind für die Jugendlichen hochwillkommen; wofür sie sie verwenden, stehe allerdings noch nicht fest. „Sicher für weitere Projekte an unseren Standorten in Werther und Borgholzhausen."

Nach dem Umweltpreis ist vor dem Umweltpreis: Saskia Kemner kündigte an, dass die Firma innogy wohl auch 2018 1000 Euro zur Verfügung stellen werde. Bis zum 15. Juni nimmt das Umweltbüro der Stadt Bewerbungen entgegen.

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