WertherSie sorgt für ein besseres Klima in Werther

Anja Hanneforth

Neu bei der Verwaltung: Seit dem 1. August ist Annika Nagai die neue Klimaschutzmanagerin der Stadt. Sie freut sich auf die bevorstehenden Aufgaben und den Austausch mit den Bürgern. - © Foto: Anja Hanneforth
Neu bei der Verwaltung: Seit dem 1. August ist Annika Nagai die neue Klimaschutzmanagerin der Stadt. Sie freut sich auf die bevorstehenden Aufgaben und den Austausch mit den Bürgern. © Foto: Anja Hanneforth

Werther. Die energetische Sanierung von Altbauten vorantreiben, Energiesparmaßnahmen an Schulen und Kindergärten thematisieren, den öffentlichen Personennahverkehr und den nachhaltigen Konsum stärken: Projekte wie diese und zahlreiche weitere will Annika Nagai in den nächsten Monaten angehen. Seit dem 1. August ist die Bielefelderin die neue Klimaschutzmanagerin von Werther. Und sie hat sich viel vorgenommen für ein besseres Klima in der Stadt.

Wie berichtet tritt Annika Nagai die Nachfolge von Regina Kistermann an, die im Juni in den Ruhestand gegangen ist. Die 39-Jährige wurde in Goslar geboren und studierte in Dortmund Raumplanung. Danach arbeitete sie beim Institut für ökologisches Bauen und Sanieren in Hamm und kam auf diesem Weg nach Bielefeld, wo sie zuletzt für ein bundesweit agierendes Unternehmen für Stadtentwicklung tätig war. Ihre Schwerpunkte lagen hier auf energetischen Quartiers- und Stadtentwicklungskonzepten.

Nützliche Erfahrungen, von denen Werther nun profitieren dürfte. Die neue Klimaschutzmanagerin gibt zu, dass sie Werther bis zu ihrer Bewerbung nur „vom Durchfahren" kannte. Doch es gefällt ihr ausgesprochen gut hier, „eine schöne Stadt", findet sie.

Jetzt freut sie sich erst einmal auf die kommenden Aufgaben, erbittet sich aber Zeit, sich in die verschiedenen Arbeitsbereiche einzufinden. Dass diese anders gelagert sein dürften als bei einem Wirtschaftsunternehmen, liegt auf der Hand. Dies sieht Annika Nagai aber durchaus als Vorteil, weil es ihr ein vielseitigeres Arbeiten ermöglicht.

„Meine Vorgängerin hat ja bereits viele Projekte eingestielt, die ich natürlich fortführen möchte", erzählt sie. Annika Nagai ist froh, dass sie eine einwöchige Einarbeitungszeit mit Regina Kistermann hatte, „das macht vieles leichter".

„Wichtig ist, mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen"

Einen Schwerpunkt sieht sie in der energetischen Gebäudesanierung. „Hier ist das Potenzial riesig", weiß sie. Und mache keineswegs nur dann Sinn, wenn die Immobilien in neue Hände kommen. „Wichtig ist, mit den Bürgern zu sprechen und sie darüber zu informieren, was alles möglich ist." Außerordentlich positiv nennt sie daher die kostenlose Energieberatung vor Ort. „Und keineswegs selbstverständlich."

Besonderes Augenmerk möchte Annika Nagai auch auf die jüngsten Wertheraner legen, die Kinder und Jugendlichen. „Wenn diese früh lernen, wie wichtig Klimaschutz ist und wie sie ihren Teil dazu beitragen können, werden sie auch als Erwachsene einen Blick dafür haben."

Derzeit ist Annika Nagai dabei, einen Aktionsplan zu erarbeiten. Ihn will sie demnächst den Vertretern von Rat und Verwaltung vorstellen. Noch eineinhalb Jahre läuft die Förderung ihrer Stelle bei der Stadtverwaltung. Sie hofft, dass es auch danach für sie weitergeht. „Denn ein gutes Klima wird sicher ein Dauerthema bleiben."

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