Kreis investiert 135.000 Euro in die Sanierung der Gesamtschule in Werther

Anja Hanneforth

Tonnenschwer: Die Aula der Gesamtschule erhält eine neue Lüftungsanlage. Hier bauen Marvin Schacht (links) und Daniel Siroka gerade die ersten Elemente ein. Weil sie so schwer ist, hängt sie nicht unter der Decke, sondern steht zu großen Teilen auf dem Boden. - © Anja Hanneforth, HK
Tonnenschwer: Die Aula der Gesamtschule erhält eine neue Lüftungsanlage. Hier bauen Marvin Schacht (links) und Daniel Siroka gerade die ersten Elemente ein. Weil sie so schwer ist, hängt sie nicht unter der Decke, sondern steht zu großen Teilen auf dem Boden. (© Anja Hanneforth, HK)

Werther. Die größte Summe, die der Kreis Gütersloh in diesem Sommer an seinen Schulen verbauen lässt, fließt nach Werther. Sehen wird davon allerdings bei Schulbeginn niemand. Womöglich aber spüren: Für 135.000 Euro gibt es eine neue Lüftungsanlage für Aula und Teile des Hauptgebäudes. Die Arbeiten laufen auf Hochtouren, Ende der Ferien soll der Großteil der Maßnahme abgeschlossen sein.

Mehr als 30 Jahre hat die alte Lüftungsanlage ihren Dienst getan. Inzwischen ist ihre Technik veraltet, Zuluftkanäle, die von innen isoliert sind, sind heute nicht mehr zulässig, sie lässt sich nicht mehr effektiv betreiben und hat einen entsprechend hohen Stromverbrauch. Nun wird sie also ausgetauscht.

Dazu herrscht in den Katakomben unterhalb der Aula Hochbetrieb. Dutzende Bauteile werden bewegt, um die neue Lüftungsanlage im Technikraum zu installieren. Zusammengesetzt wiegt sie mehrere Tonnen, weshalb sie nicht von der Decke hängt, sondern auf dem Boden steht. Ihre Größe von sieben Metern Länge, vier Metern Breite und fast 1,50 Metern Höhe macht es den Männern der Firma Kosfeld nicht gerade leicht.

Noch viel Arbeit: Die ersten Elemente für die Lüftungskanäle sind bereits installiert. - © Anja Hanneforth, HK
Noch viel Arbeit: Die ersten Elemente für die Lüftungskanäle sind bereits installiert. (© Anja Hanneforth, HK)

Einen direkten Zugang von außen in den Technikraum gibt es nicht, also müssen die Elemente zum Teil auseinandergebaut, hineingewuchtet und vor Ort wieder zusammengesetzt werden. Das frisst Zeit, denn sechs Sommerferienwochen, in denen der komplette Ab- und Aufbau über die Bühne gehen soll, sind knapp bemessen. Dafür dürfen sich Schüler, Lehrer und alle übrigen Besucher bald auf beste Luft in ihrer Schule freuen.

Die neue Anlage arbeitet effektiv nach dem Wärmerückgewinnungsprinzip, entnimmt also der Abluft Wärme, mit der dann die Frischluft temperiert wird. Das spart Energiekosten.

Noch sieht es im Keller allerdings sehr nach Baustelle aus. Bis die neue Anlage steht, die Lüftungskanäle und schließlich das Herzstück, der Schaltschrank, eingebaut sind, werden einige Tage vergehen. „Aber wir sind auf gutem Weg", kommentierte Marvin Schacht von der ausführenden Firma.

Zwar nicht während dieser Ferien, aber in naher Zukunft soll auch die Lüftungsanlage in der Sporthalle ausgetauscht werden. Sie wird noch eine Nummer größer ausfallen, die Dimensionen eines ausgewachsenen Lkws sowie Rohrdurchmesser mit Tunnelcharakter haben und nach Schätzungen des Kreises 170.000 Euro kosten.

Copyright © Haller Kreisblatt 2020
Texte und Fotos vom Haller Kreisblatt sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Um Ihren Kommentar abzusenden, melden Sie sich bitte an.
Sollten Sie noch keinen Zugang besitzen, können Sie sich hier registrieren.

Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion an.