Voller Einsatz für die Umwelt

Mehr als 270 Mädchen und Jungen sind für Klimameilen-Aktion unterwegs

Alexander Heim

Werther. Von Schwarzfußindianern hat man ja hier und da schon gehört. Aber grüne Füße? Was mag es nur damit auf sich haben?
Die Füße waren das Ergebnis einer Bastelaktion, an der sich die elf Klassen am Standort Mühlenstraße beteiligt hatten. »Was kann ich für die Umwelt tun?« war dabei die Fragestellung, deren Antworten sich auf den grünen Füßen niederschlug.

Die Bastelarbeiten wurden Bürgermeisterin Marion Weike und dem Umweltbeauftragten Werner Schröder ebenso im Rahmen einer offiziellen Klimaschutzsitzung im Rathaussaal übergeben wie die von allen Jungen und Mädchen gesammelten »Klimameilen«. Für jeden Weg, der zu Fuß und nicht per Auto absolviert wurde, gab es da gemäß der Aktion Bonuspunkte und einen grünen Sticker.

Den PC nicht unnötig lange laufen lasen, das Licht im Zimmer beim Verlassen ausschalten. Beim Einkaufen auf Obst und Gemüse aus regionalem Anbau achten oder eben den Schulweg zu Fuß oder per Rad und Roller statt mit dem SUV der Eltern absolvieren – all das wurde belohnt.
Am Ende stand fest: Die Mädchen und Jungen der Grundschule Mühlenstraße hatten 3041 Meilen ersammelt und sich so im beachtlichen Ausmaß am für Deutschland vorgegebenen Ziel von 78 000 Meilen beteiligt. Aktuell haben es deutsche Schüler sogar schon auf weit mehr, nämlich 194 000 Meilen, gebracht.

Projekt bleibt nicht nur bei Schülern

Gemeinsam mit Lehrerin Renate Linhorst und Schulleiter Jens Gadow kamen gestern die Klassensprecher einiger Klassen zum Besuch ins Rathaus. „Man könnte das immer machen", freute sich Drittklässler David über die Aktion. Er hat unter anderem sein Frühstück auf regionalen Honig umgestellt. „Rapshonig. Der hat gut geschmeckt." „Ich fahr schon seit dem dritten Schuljahr immer mit dem Fahrrad zur Schule", beteuerte Viertklässler Lennart. Und Leyla gab sich überzeugt: „Ich finde es toll, dass man Dinge für den Klimaschutz machen kann."

Das Projekt blieb keineswegs nur bei den Schülerinnen und Schülern verortet. „Ich habe auch meine Eltern im Supermarkt auf die regionalen Produkte hingewiesen", sagte David. „Ihr habt also auch bei euren Eltern etwas bewirkt", lobte Bürgermeisterin Marion Weike. Etwas für den Klimaschutz vor Ort tun, aber auch die Situation in anderen Ländern der Erde kennenlernen – das ist der tiefere Zweck des Projektes, das die Kinder nun gerne weiterführen möchten. „Wir versprechen, dass wir euch ganz tatkräftig unterstützen werden", so Marion Weike. Sie freut sich auch bereits darauf, einige der jungen Klimaschützer im nächsten Ausschuss als Referenten willkommen zu heißen, damit sie das Projekt vorstellen.

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