Versmold65 Jahre verheiratet: Er hätte seine Frau sogar vom Mond zurückgeholt

Ingeburg (87) und Leopold Hanika (88) feiern ihre Eiserne Hochzeit. Vor allem an ihre vielen Reisen mit dem Wohnmobil denken sie gerne zurück.

Andre Schneider

Inbeburg und Leopold Hanika feiern ein besonderres Ehejubiläum. Sie sind 65 Jahre verheiratet. - © Andre Schneider
Inbeburg und Leopold Hanika feiern ein besonderres Ehejubiläum. Sie sind 65 Jahre verheiratet. © Andre Schneider

Versmold. „Ich hätte sie manchmal auf den Mond schießen können", sagt Leopold Hanika über seine Frau Ingeburg – als Scherz versteht sich. Denn: „Ich hätte sie sofort wiedergeholt." Die beiden Wahl-Hesselteicher feiern am Mittwoch ein besonderes Ehejubiläum. Das Ehepaar ist seit 65 Jahren verheiratet. Die Arbeit brachte sie einst nach Versmold.

Kennengelernt hatten sich die beiden im familiären Umfeld von Ingeburg Hanika. Leopold arbeitete als Fleischer beim Onkel seiner späteren Frau. Das war 1953. Bis aus dem beiden ein Paar wurde, vergingen aber vier weitere Jahre. Schließlich läuteten 1957 die Hochzeitsglocken.

Vor mehr als 50 Jahren bekam der Fleischermeister Leopold Hanika eine Stelle beim Loxtener Unternehmen Reinert. Dort stieg der heute 88-Jährige zum Abteilungsleiter auf. Dafür nahm die Familie – zu diesem Zeitpunkt schon mit drei Kindern – einen Umzug aus Marburg in Kauf. Obwohl sie dort bereits ihr erstes Haus gebaut hatten. Es folgte eine weitere Immobilie in Loxten.

Jüngste Tochter und Schwiegersohn wohnen direkt nebenan

Aber es gab Probleme mit dem Bauamt, wie die 87-jährige Ingeburg Hanika beschreibt. „Deswegen sind wir Hals über Kopf nach Hesselteich gezogen." Das war 1982. Dort wohnen sie noch heute. Auf dem Land, irgendwo zwischen dem kleinsten Versmolder Ortsteil und Oesterweg. Dass ihre jüngste Tochter und ihr Schwiegersohn direkt nebenan wohnen, schätzen die beiden besonders.

Doch neben der ländlichen Idylle zog es das Paar auch immer wieder in die Ferne. „Wir haben in Europa sehr viel gesehen", sagt Leopold Hanika und schwärmt von einer Reise nach Norwegen. Dort begaben sie sich aber in eine brenzlige Situation. Das eigene Wohnmobil – außerhalb von Urlauben als Marktstand für den selbst produzierten Honig verwendet – manövrierten sie auf den Lofoten in eine enge Straße. Nur mit größter Mühe konnten sie wenden. „Danach haben wir uns ein Handy gekauft. Wenn wir da steckengeblieben wären, hätte uns so schnell keiner gefunden", erinnert sich Ingeburg Hanika und lächelt.

Nun feiern die beiden ihre Eiserne Hochzeit im engsten Familienkreis. Aber selbst der ist schon ziemlich groß. Acht Enkel und zehn Urenkel werden am Mittwoch gratulieren. Auch Bürgermeister Michael Meyer-Hermann hat sich angekündigt.

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