LokalsportMit 24 Jahren ein Leitwolf: Ex-Profi Tim Mannek hat beim SC Peckeloh viel vor

So jung und schon so erfahren: Tim Mannek zählt mit 24 Jahren zu den unumstrittenen Führungsspielern beim SC Peckeloh. Das hat mit seiner illustren Vergangenheit zu tun. Und ebenso mit den jüngsten Leistungen.

Dennis Bleck

Nur im Test gegen den TuS Jöllenbeck blieb Tim Mannek ohne Tor. Zuvor traf er gegen Oerlinghausen und Solbad Ravensberg je drei Mal. Foto: Teresa KROEGER - © Teresa KROEGER
Nur im Test gegen den TuS Jöllenbeck blieb Tim Mannek ohne Tor. Zuvor traf er gegen Oerlinghausen und Solbad Ravensberg je drei Mal. Foto: Teresa KROEGER © Teresa KROEGER

Peckeloh. Wenn die Fußballer des SC Peckeloh im Training Jung gegen Alt spielen, zählt Tim Mannek zu Alt. Keine Frage. Und das mit gerade erst 24 Jahren. Der Angreifer gehört zu den erfahrensten Spielern im Kader des Westfalenligisten. Eine Rolle, die ihm gefällt. „Sehr sogar", wie er sagt. Tim Mannek greift den vielen jungen Mitspielern unter die Arme. Er gibt Tipps und redet viel. Die Teamkollegen danken es ihm. Hören aufmerksam zu. Logisch, schließlich hat Tim Mannek auch schon viel erlebt.

Als Jugendlicher wechselt der gebürtige Versmolder vom VfL Theesen zum SC Paderborn. Mit 18 unterschreibt er dort einen Profivertrag. Sechs Mal läuft Tim Mannek für die erste Mannschaft damals in der 3. Liga auf. Deutlich häufiger kommt er in der Oberliga-Reserve zum Einsatz. Als sich Verein und Spieler im Jahr 2018 dazu entschließen, den Vertrag aufzulösen, schlägt der SC Peckeloh zu. Der Club aus dem Altkreis lotst den Stürmer zurück in die Heimat, indem er ihm ein Angebot unterbreitet, das er nicht ablehnen kann.

„Insgesamt bin ich glücklich damit, wie es gekommen ist"

Dabei geht es nicht um das ganz große Geld: Es geht um einen Arbeits- und Ausbildungsplatz beim Versmolder Unternehmen Gronau, den der Verein Tim Mannek verschafft. Dem Leben als Profifußballer kehrt der Ex-Paderborner den Rücken zu. Eine Entscheidung, die er auch jetzt, drei Jahre später, nicht bereut. „Klar bedauert man es manchmal ein bisschen, wenn man ehemalige Weggefährten samstags bei Sky oder in der Sportschau sieht", sagt er: „Insgesamt bin ich aber glücklich damit, wie es jetzt für mich gekommen ist."

Damit meint Tim Mannek nicht nur seine Ausbildung, die im kommenden Sommer endet. Auch der Schritt zum SC Peckeloh sei der richtige gewesen. Seinen Vertrag dort hat er gerade erst verlängert. „In dem Verein ist viel in Bewegung", sagt Tim Mannek und erklärt: „Die Professionalität steigt. Auch die Strukturen werden immer besser." Dem Club traut er deshalb zu, „sich langfristig in der Westfalenliga zu etablieren".

Sechs Tore in drei Testspielen

Er selbst möchte dabei eine gewichtige Rolle spielen. Als Führungsspieler. Als Leitwolf, der vorangeht. Und als Stürmer, der für Tore sorgt. Die ersten Testspiele der noch jungen Vorbereitung wecken die Hoffnung, dass ihm das gelingt: In drei Spielen trifft Tim Mannek insgesamt sechs Mal. Eine sehr gute Quote, die er selbst bescheiden zu Kenntnis nimmt. „Ich möchte das nicht zu hoch hängen", sagt er. „Unsere Gegner waren zum Teil deutlich schwächer und noch nicht so lange im Training wie wir. Überhaupt habe ich noch Luft nach oben."

In Topform, so sagt Tim Mannek, befindet er sich nämlich noch lange nicht. Zwar habe er während der neunmonatigen Corona-Zwangspause regelmäßig trainiert. Unter anderem sogar mit einem PersonalTrainer. „Die ein oder andere Einheit brauche ich aber noch, um fit zu werden", gibt er zu.

Drei Jahre in Peckeloh, noch nie eine ganze Saison erlebt

Für die kommende Spielzeit hat er nun vor allem einen Wunsch. „Sie soll ordnungsgemäß zu Ende gehen", sagt er. In seinen drei Jahren, in denen er in Peckeloh spielt, hat er schließlich noch nie eine komplette Saison erlebt. Im ersten Jahr stößt Tim Mannek nach seinem Wechsel erst am dritten Spieltag dazu. Während der Saison bricht er sich zudem den Fuß, fällt deshalb lange aus. Die folgenden zwei Spielzeiten finden durch die Corona-Pandemie ein plötzliches Ende. „Es wäre also schön, wenn es im vierten Anlauf endlich klappt", sagt er.

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