Versmold soll nun doch eine Hundewiese bekommen

Vor gut zwei Jahren erhitzte das Thema die Gemüter, als eine private Initiative in Peckeloh aufgrund einer Beschwerde scheiterte. Jetzt unternimmt die Stadt selbst einen Vorstoß.

Marc Uthmann

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Versmold. Die Emotionen waren Ende 2018 hochgekocht. Nach nur drei Wochen hatte eine privat organisierte Hundewiese an der Stränger Straße ihren Betrieb schon wieder einstellen müssen. Und das, obwohl die Stadt selbst das Projekt bei Facebook bekannt gemacht und die Initiative gelobt hatte.

Doch nachdem sich ein Anwohner beim Rathaus beschwert hatte, gab die Stadt das Vorhaben an den Kreis Gütersloh weiter. Der untersagte die Freifläche für Vierbeiner, weil sie dem Flächennutzungsplan und dem Baugesetzbuch widersprach. Knackpunkte waren damals Aufbauten auf der Wiese, Parkflächen und der Lärm, der von der Wiese ausging.

Stadt plant auf Grundstück am Stadtpark. - © Marc Uthmann
Stadt plant auf Grundstück am Stadtpark. (© Marc Uthmann)

Die Versmolder Hundebesitzer reagierten in den sozialen Netzwerken enttäuscht bis zornig und forderten von der Stadt eine Initiative für eine Hundewiese. Aus dem Rathaus hieß es damals, man habe die städtischen Grundstücke geprüft, allerdings kein geeignetes finden können.

Diese Vorzeichen haben sich gut zwei Jahre später offenbar geändert. Die Verwaltung präsentiert dem Planungs- und Stadtentwicklungsausschuss bald einen Vorschlag für den Standort einer Hundewiese und bittet um Zustimmung, den Platz nach dem dann vorgestellten Konzept errichten zu dürfen. So entstünde nach langen Debatten also doch noch ein öffentlich zugänglicher Bereich, auf dem die Hunde ohne Leine ihrem natürlichen Bewegungsdrang nachgeben und mit Artgenossen spielen können.

Konkret plane man „aufgrund der großen Nachfrage aus der Öffentlichkeit und der bereits vorangegangenen politischen Diskussionen". Im Fokus steht das städtische Grundstück zwischen der Sporthalle der Sekundarschule, dem Schützenhaus des Schützenvereins Versmold und dem angrenzenden Aabach beziehungsweise dem Stadtpark.

Zaunanlage und Hundekotstationen sind geplant

Die Planung sieht vor, eine 1,63 Meter hohen Maschendrahtzaun-Anlage in Moosgrün zu errichten, ebenso eine Toranlage als Zugang für den Bauhof. Es wird nach dem städtischen Konzept, einen schleusenartigen Bereich mit Türen als Zugang für die Nutzer sowie eine gepflasterte Fläche vor den Toren geben. Schließlich werden Schilder, Mülleimer und Hundekotstationen aufgestellt. An der vorhandenen Bepflanzung mit Rasen, Bäumen und Sträuchern soll nichts verändert werden.

Einen entsprechenden Bauantrag hat die Stadt bereits Anfang Dezember gestellt. Nun schlägt sie der Politik vor, Angebote einzuholen und die Baumaßnahme im Frühjahr 2021 durchzuführen. Im Haushalt wären für das Projekt nach Schätzungen der Verwaltung 35.000 Euro zu veranschlagen. Der Planungs- und Stadtentwicklungsausschuss tagt am Mittwoch, 20. Januar, um 17.30 Uhr im großen Sitzungssaal des Rathauses und wird sich im Detail mit dem Konzept befassen.

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