Hingucker aus Rost: Die Schrott-Elsen bauen besondere Krippe

Die Bockhorster Kirchengemeinde entwickelt in Corona-Zeiten Kreativität. Es gibt die Weihnachtsgeschichte zum Entdecken. Und auch für die Gottesdienste steht das Konzept.

Rita Sprick

Pfarrerin Birgit Gillmann (rechts) freut sich an der Bockhorster Dorfkirche über die Weihnachtskrippe und das Engagement der „Schrott-Elsen“ Marina Konstanty (von links), Heike Kemner, Kerstin Lohmann-Kreft und Ilka Helbig. - © Rita Sprick, HK
Pfarrerin Birgit Gillmann (rechts) freut sich an der Bockhorster Dorfkirche über die Weihnachtskrippe und das Engagement der „Schrott-Elsen“ Marina Konstanty (von links), Heike Kemner, Kerstin Lohmann-Kreft und Ilka Helbig. (© Rita Sprick, HK)

Versmold-Bockhorst. „Wir wollen den Menschen Kraft und Mut schenken. Wir fragen nicht, was geht nicht, sondern fragen, was geht“, sagt Birgit Gillmann. Die zuversichtlichen Gedanken der Bockhorsterin Pfarrerin teilen auch andere im Dorf. Nachdem das Jahr über coronabedingt viele Veranstaltungen abgesagt werden mussten, sollen Angebote in der Adventszeit Lebensfreude vermitteln.

Die Schrott-Elsen mit Heike Kemner, Marina Konstanty, Kerstin Lohmann-Kreft und Ilka Helbig tragen ihren Teil dazu bei. Die vier Bockhorsterinnen beherrschen den Umgang mit Metall. Sie können sägen, bohren, flexen und schweißen. Auf Wunsch der evangelischen Kirchengemeinde stellten die Hobbyhandwerkerinnen jetzt eine Weihnachtskrippe mit insgesamt 26 von Rost überzogenen Einzelteilen her. Im Mittelpunkt stehen Maria, Josef und das Christuskind. „Das ist eine Krippenausstellung draußen, zu der Familien mit Kindern und andere einen Spaziergang machen können. Alle 14 Tage verändert sich der Standort der Figuren – bis Heiligabend alle um die Krippe stehen“, beschreibt Pfarrerin Gillmann die Idee.

Neue Form des lebendigen Adventskalenders

Neu ist zudem die Schaukastengestaltung an der Dorfkirche. Dort befindet sich ein Folienkalender, an dem täglich ein Türchen geöffnet wird. „Jeden Tag wird ein Puzzleteil abgezogen und dazu kann eine Geschichte gelesen werden“, sagt die Pfarrerin. Die Texte stehen auf Schildern rund um die Kirche und sie erzählen die Weihnachtsgeschichte.

Ein Novum ist auch die musikalische Gottesdienstgestaltung an den Adventssonntagen. Am Sonntag, 6. Dezember, gastiert Querflötenspielerin Nicole Goedereis-Buller in der Dorfkirche. Am 3. Advent singt Kathrin Bauer und am 20. Dezember beteiligt sich Anke Rattenholl auf der Oboe. Zu allen Gottesdiensten sind Anmeldungen erforderlich per E-Mail hal-kg-bockhorst@kk-ekvw.de oder telefonisch.

Auch Heiligabend beschreitet die Kirchengemeinde neue Wege. Die Kinderkirche (14 und 15 Uhr) geht auf dem Kirchplatz ohne Sitzgelegenheiten über die Bühne und die Christvesper ab 17 Uhr wird als Stationsgottesdienst gefeiert. „Wir gehen in Gruppen zu drei Stationen rund um die Kirche. Am Tannenbaum an der Dorfkirche findet zum Abschluss eine Andacht statt und das Licht von Bethlehem kann mitgenommen werden“, beschreibt die Pfarrerin den Heiligabend, der um 23 Uhr mit einem musikalisch-meditativen Gottesdienst in der Kirche ausklingt. Während draußen die von den Schrott-Elsen gefertigte Weihnachtskrippe in hellem Scheinwerferlicht erstrahlt.

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