Mit gerade erst 18 Jahren: Versmolderin bringt ihr erstes eigenes Buch raus

Emily Lüpken ist begeistert von der Literatur. Sie schreibt und hat jetzt ein Buch verfasst – mit selbst für sie überraschenden Wendungen. Sie hat es bereits an acht Verlage geschickt.

Marion Bulla

Die 18-jährige Emily Lüpken hat ein Buch mit dem Titel "Als wir anfingen zu sein" geschrieben. Es geht um "Coming of Age", also ums Erwachsenwerden. - © Marion Bulla
Die 18-jährige Emily Lüpken hat ein Buch mit dem Titel "Als wir anfingen zu sein" geschrieben. Es geht um "Coming of Age", also ums Erwachsenwerden. (© Marion Bulla)

Versmold/Glandorf. Emily Lüpken hat ein Faible fürs Schreiben. Die Glandorferin, die erst vor kurzem ihr Abi in Versmold bestanden hat, verfasste vor Jahren schon einmal ein Buch. Ohne es jedoch der Öffentlichkeit zu präsentieren. „Ich habe aus dem Affekt heraus geschrieben und dann festgestellt, dass das Thema zu konstruiert und die Handlung viel zu kompliziert war“, gibt die ehemalige Stufensprecherin zu.

Mit ihrem neuen Werk „Als wir anfingen zu sein“, das sie in der Zehnten angefangen hat zu schreiben, ist Emily Lüpken indes zufrieden. „Ich fühle mit den Protagonisten, bin fast mit ihnen gewachsen. Sie haben sich eigenständig entwickelt und komische Sachen gemacht. Es wäre interessant sie zu treffen, dann würde ich nämlich fragen: Warum habt ihr mir das angetan?“, sagt die angehende Autorin über die selbst für sie überraschenden Wendungen, die sich sozusagen von ganz allein entwickelt hätten. Sie habe nicht jeden Tag geschrieben, sondern ein- bis zweimal die Woche, dann aber gezielt und produktiv.

Vier Jugendliche mit ganz unterschiedlichen Problemen

In ihrem Buch geht es um vier Jugendliche, die mit ganz unterschiedlichen Problemen zu kämpfen haben. Jeder in der Runde möchte aus den Schwierigkeiten, die das Leben ihnen aufbürdet, herauskommen. Es geht um Liebe, Freundschaft und Probleme mit den Eltern. Darunter eine Übergewichtige, die die Lästereien satt hat, ein junger Mann, der nichts fühlen kann, ein Schläger, der mit Gewalt die Probleme mit seinem Vater kompensieren möchte und ein weiterer, der sich ändern und kein Macher mehr sein will. Dem Gruppendruck entfliehen. Sie alle gehen auf dieselbe Schule und treffen im Laufe der Handlung aufeinander. „Es gibt am Ende kein vollkommenes Happy-End, aber es wird einen Anfang geben, und damit kann man arbeiten“, erklärt Emily Lüpken.

368 Seiten umfasst ihr Buch. Sie hat es bereits an acht Verlage geschickt und hofft nun, dass ihr Werk angenommen wird. Es ist im Übrigen nicht nur eine Lektüre für junge Menschen.

„Ich möchte es in den Buchhandlungen stehen sehen“

„Mein Großcousin ist 40 Jahre alt und der hat sie mit sehr viel Freude gelesen“, sagt die 18-Jährige. „Ich möchte mein Buch irgendwann mal in den Regalen der Buchhandlungen stehen sehen“, wünscht die Glandorferin sich. Sie weiß, dass, sollte sie ihr Buch an einen Verlag bringen, die Lektoren ihre Kapitel eventuell noch verändern möchten. „Das ist bestimmt schwer für mich, aber es ist der Preis, den ich dann zahlen muss“, sagt die junge Autorin bestimmt.

Sie hat sich an ihrer Schule schon vorher bereits als Schreiberin hervorgetan. Sei es mit eigenen Texten bei Schulfesten am CJD-Gymnasium, beim Kampf der Künste, einem Schulwettbewerb ostwestfälischer Schulen, oder beim Poetry-Slam an ihrer Schule. Am liebsten würde sie, falls das Buch ein Erfolg wird, Schriftstellerin werden.

Doch zunächst wird Emily Lüpken erst einmal ein Jahr im Bundesfreiwilligendienst an einer Schule für Behinderte in Lengerich absolvieren, bevor sie ein Studium in Deutsch und Kunst auf Lehramt beginnt.

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