Versmolder bedroht und beleidigt sturzbetrunken mehrere Polizisten

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Symbolbild - © CC0 Pixabay
Symbolbild (© CC0 Pixabay)

Versmold/Halle. Der Beschuldigte war am 22. Mai vergangenen Jahres mit 2,53 Promille Alkohol im Blut mit seinem Mofa auf der Münsterstraße unterwegs. In Höhe der Gestermannstraße stürzte er, ließ sein Mofa liegen und setzte seinen Weg zu Fuß fort. Die Polizei gabelte den betrunkenen Mann auf und wollte ihn nach seinen Personalien befragen. Der Beschuldigte wehrte sich und beleidigte die Beamten aufs Übelste.

„Eine Therapie kann ich wegen Corona derzeit nicht machen"

Im Amtsgericht gab er die Tat zu und sagte, er könne sich nicht so richtig an den Abend erinnern. Am nächsten Morgen hätten ihn die Polizisten in Gütersloh, wo er die Nacht in der Ausnüchterungszelle verbrachte, über seine Taten aufgeklärt. „Ich kämpfe schon seit zehn Jahren gegen den Alkohol", berichtete der Versmolder. Er habe Depressionen und die führen dazu, dass er versuche, die psychischen Probleme im Alkohol zu ertränken. „Eine Therapie kann ich wegen Corona derzeit nicht machen", sagte der Angeklagte. In die Klinik könnten derzeit nur Härtefälle, die Selbstmordgedanken äußerten.

Die Richterin stieg erst gar nicht in die Beweisaufnahme ein, sondern ordnete an, ein Gutachten über den psychischen Zustand des Beschuldigten erstellen zu lassen. „Das eröffnet uns die Möglichkeit einer Einweisung in eine Klinik. Wir wollen Ihnen alle Hilfe zukommen lassen, die nötig ist", sagte sie. Eine Gefängnisstrafe, die laut Vorstrafenregister dran sei, sei sicher nicht förderlich für seine psychische Situation.

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