In Versmold gibt es jetzt Eis mit Einschränkung – sonst wird’s teuer

Kurzzeitig war der Straßenverkauf von Eis vor Ort nicht möglich. Nun gibt es eine Regelung.

Tasja Klusmeyer

Schnell ein Eis auf die Hand bietet sich bei dem Wetter an. Aber vorsichtig: Mit dem Schlecken sollte man warten. Sonst droht eine „Strafe". - © CCO Pixabay
Schnell ein Eis auf die Hand bietet sich bei dem Wetter an. Aber vorsichtig: Mit dem Schlecken sollte man warten. Sonst droht eine „Strafe". (© CCO Pixabay)

Versmold. Temperaturen um die 20 Grad – die Osterferien starten mit bestem Frühlingswetter und die Aussichten für die kommende Woche ist vielversprechend. Vor einigen Tagen mussten Eisdielenbetreiber dennoch kurzzeitig zittern. Wie berichtet, hatte das Verwaltungsgericht Minden den Eilantrag eines Gastronomen aus dem Kreis Lippe abgewiesen, der gegen die coronabedingte Schließung vorgegangen war.

Die Richter sahen allerdings die Kommune im Recht, die aus Infektionsschutzgründen den gesamten Betrieb, inklusive Außer-Haus-Verkauf, verboten hatte. Das Urteil aus Minden nahm die Stadt Versmold wie berichtet Anfang der Woche zum Anlass, um mit den hiesigen Eisdielenbetreibern das Gespräch zu suchen – mit dem Ziel, auch den Außer-Haus-Verkauf vorübergehend auszusetzen.

Beide Betreiber erfüllen die Auflagen

Das Eiscafé Venezia an der Münsterstraße verordnete sich bereits Mitte März eine komplette Zwangspause und nahm erst vor einer Woche den Straßenverkauf wieder auf – „mit den erforderlichen Sicherheitsabständen", wie es auf der Facebook-Seite heißt. Im San Remo am Marktplatz hingehen gab es in den vergangenen Wochen weiterhin die Möglichkeit, sich ein Eis auf die Hand oder für Zuhause mitzunehmen.

Am Mittwoch dann waren die Türen geschlossen, wie es die Stadt am Dienstag gefordert hatte. Am Wochenende durften sie doch wieder öffnen. In der Zwischenzeit haben Ordnungsamt und Inhaber sich auf eine Lösung verständigt, wie Ordnungsamtsleiter Thomas Tappe dem HK auf Nachfrage bestätigt. Angeboten wird in beiden Eisdielen jetzt mit eingeschränkten Öffnungszeiten und unter hygienischen Sicherheitsmaßnahmen ein Abholservice. Für die Inhaber besteht so die Möglichkeit, während der Corona-Einschränkungen zumindest einige Einnahmen zu generieren.

Außer-Haus-Verkauf, wie es vor Ort beispielsweise Pizzerien und Restaurants anbieten, sind vom Gesetzgeber unter Auflagen gestattet. Das Verwaltungsgericht in Minden sah es in seinem Urteil allerdings als Ermessensspielraum der zuständigen Behörde an, vom Betrieben ganz oder in Teilen die Schließung zu verlangen. Versmold hat in dieser Woche noch einmal seine Position geändert.

Aber Vorsicht! Der Teufel steckt bekanntlich im Detail. Und das ist im Fall vom Außer-Haus-Verkauf wichtig. Die Betreiber sind angehalten, die Auflagen zu erfüllen. Damit haben sie ihren Teil getan. Hat der Kunde die Eiswaffel (oder auch den Pizzakarton) in der Hand, ist er in der Pflicht. Der Verzehr vom verkauften Produkt ist zurzeit im Umkreis von 50 Metern von der Verkaufsstelle verboten. Der vom Land NRW festgelegte Bußgeldkatalog sieht bei Verstößen einen Betrag von 200 Euro vor.

Der Familienausflug zur Eisdiele könnte da schnell ziemlich teuer werden. Eis essende Kinder auf dem Schweinebrunnen oder eine Eispause auf der Bank dort sind momentan nicht erlaubt. Dieses Verbot hatte sich am Wochenende offenbar noch nicht bei allen herumgesprochen.

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