Versmolds neue Wache hat auch Einfluss auf den Straßenverkehr

Noch 2019 wurde der Bauantrag für das neue Zuhause der Polizei gestellt. Der Investor sieht sich im Zeitplan und will im März loslegen. Nur die Lage warf einige Fragen auf.

Marc Uthmann

Grundstück Neubau Polizeiwache Versmold - © Tasja Klusmeyer
Grundstück Neubau Polizeiwache Versmold (© Tasja Klusmeyer)

Versmold. Die Heda & Witthake GbR aus Ibbenbüren wird die neue Wache in Versmold für die Kreispolizeibehörde bauen, ihr hauseigenes Planungsbüro Sideka muss den ehrgeizigen Zeitplan des 2,5-Millionen-Euro-Projektes nun umsetzen. Denn wie berichtet will und soll der Investor die Immobilie am Westheider Weg auf der bisherigen Fläche des heimischen Unternehmers Ekkehard Risken schon im Januar 2021 an die Polizei übergeben. Die ihrerseits will im Frühjahr 2021 umziehen.

Bislang kündet nur das mächtige Bauschild zum Westheider Weg hin vom Großprojekt, dabei rückt der März unaufhaltsam näher. Planer Joachim Heda bleibt dennoch ganz gelassen: „Wir hoffen, dass die Baugenehmigung zeitnah kommt, dann legen wir sofort los", sagt er auf Anfrage des Haller Kreisblattes. Im März soll es zunächst mit den Erdarbeiten losgehen, es wird der Boden stabilisiert und somit die Basis für den Baukörper geschaffen. Damit liege man dann immer noch voll im Zeitplan, betont Joachim Heda.

„Wichtig ist, dass wir keinen Frost mehr haben"

Grundstück neubau Polizeiwache Versmold - © Tasja Klusmeyer
Grundstück neubau Polizeiwache Versmold (© Tasja Klusmeyer)

Das grüne Licht der Baubehörden dürfte er dennoch herbeisehnen, denn die Bedingungen seien schon jetzt gut für den Start, sagt er. „Das Wichtigste ist, dass wir keinen Frost mehr haben. Dafür gibt es aktuell zwar etwas viel Regen, aber grundsätzlich könnten wir jetzt gut loslegen."

Beim künftigen Mieter, der Kreispolizeibehörde, gibt man sich trotz des nahenden Frühlings ebenso entspannt. „Wir liegen aus unserer Sicht voll im Zeitplan. Die Vorabverfahren laufen aktuell noch, aber die sollten bis März durch sein", teilt Polizei-Sprecher Mark Kohnert mit.

Eine Frage, die im Zuge der Baugenehmigung eine wichtige Rolle gespielt hat, ist die nach der Anbindung der Polizeiwache an den Straßenverkehr. Die Zufahrt für die Beamten soll wie berichtet über die Gestermannstraße erfolgen, der öffentliche Eingang zum Westheider Weg liegen. Von dort führt allerdings nur wenig weiter eine großzügige Linksabbiegerspur auf die Rothenfelder Straße. Und diese Abzweigung war nach HK-Informationen zuletzt aufgrund mehrfacher ähnlicher Vorfälle als Unfallschwerpunkt in den Fokus geraten.

Grund genug, bei der Anbindung einer neuen Polizeiwache genau hinzusehen, um die Verkehrslage zu entschärfen. Darum gab es in der vergangenen Woche ein Abstimmungsgespräch im Versmolder Rathaus, berichtet Jennifer Oldach, Pressesprecherin der Stadt: „Die straßenverkehrsrechtliche Anbindung musste noch zwischen den Fachbehörden geklärt werden." Straßen.NRW – für Westheider Weg und Rothenfelder Straße zuständig –, die Kreispolizei und die Stadt tauschten sich aus. „Eine einvernehmliche Lösung wurde gefunden", berichtet Oldach. Sie sieht offenbar unter anderem vor, die Linksabbiegerspur etwas zu kürzen.

Wenn sich die Behörden nun einig sind, könnte Joachim Heda bald das ersehnte grüne Licht erhalten. Schließlich gibt es auf dem 3.000 Quadratmeter großen Grundstück bis Januar viel zu tun.

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