Versmold will einen Baum pro Monat für Babys pflanzen

Marc Uthmann

Symbolfoto - © CC0 Pixabay
Symbolfoto (© CC0 Pixabay)

Versmold. Diese Idee des Klimaschutz-Teams der Stadt überzeugte alle Mitglieder des Energie-, Klima- und Umweltausschusses. „Einzig über die Bezeichnung könnte man diskutieren – aber das Kind muss ja einen Namen haben", sagte Doris Altmann-Maschmann (SPD) mit einem Schmunzeln.

„Blühende Babywiese" hat das Rathaus seine Kreation getauft, die auf der Blühfläche neben der Grundschule Oesterweg Gestalt annehmen soll. „Wir planen, dort künftig pro Kalendermonat einen Baum zu pflanzen", berichtete der zuständige Fachbereichsleiter Dirk Niggemann. Unter dem Baum soll es dann ein Schild geben, auf dem die Namen der im jeweiligen Monat geborenen Versmolder Kinder stehen – zirka 200 Mädchen und Jungen kommen in der Stadt jährlich zur Welt.

Durch den Pflanzrhythmus soll in Oesterweg dann mittelfristig eine hochwertige Streuobstwiese entstehen. „Natürlich schauen wir dabei auch auf die Ökopunkte", betonte Niggemann. Schafft die Stadt durch solche Projekte nämlich aus Sicht des Naturschutzes wertvolle Gebiete, kann sie damit ausgleichen, dass sie an anderer Stelle Fläche verbaut.

Pflege soll „schmackhaft" gemacht werden

Ein wenig Wasser in den Wein kippte Georg Paß, sachkundiger Bürger der CDU: „Wer pflegt diese Wiese? Ehrenamtlich Engagierte sind schwer zu finden." Der Ausschussvorsitzende Wolfgang Beuge (Grüne) betonte, dass man den Menschen die Unterhaltung „schmackhaft" machen müsse, etwa durch die Nutzung der Früchte. Und Dirk Niggemann entgegnete: „Von der Suche nach Ehrenamtlichen lassen wir uns nicht abschrecken. Sonst muss eben der Bauhof diese Aufgaben übernehmen."

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