Nagel-Fusion mit Frankreich genehmigt

Speditionskonzern reicht 49 Prozent seiner französischen Tochter an die STEF-Group weiter.

Stefan Schelp

Immer auf Achse: Ein Lastwagen der Nagel-Group aus Versmold. - © Nagel Group
Immer auf Achse: Ein Lastwagen der Nagel-Group aus Versmold. (© Nagel Group)

Versmold. Das Bundeskartellamt hat die geplante Neuordnung des Frankreichgeschäfts der Nagel Group gebilligt. Das hat die Bonner Behörde bestätigt. Damit kann der Logistik-Konzern aus dem Altkreis Halle wie geplant 49 Prozent an seinem französischen Unternehmen Logistique Internationale Alimentaire SAS an die französische STEF-Group verkaufen. Bei den Plänen handelt es sich um ein sogenanntes Standardverfahren. Weil beide Unternehmen bestimmte Umsatzschwellen überschreiten, musste das Vorhaben angemeldet werden.

Die Logistique Internationale Alimentaire, von der Nagel nun 49 Prozent an STEF abgeben will, war ursprünglich ein Nagel-Joint Venture mit einem weiteren Unternehmen. Nagel hatte das Unternehmen dann zu 100 Prozent übernommen, um nun wiederum 49 Prozent an den französischen STEF-Konzern weiterzureichen. Der Schritt diene dazu, „den Kunden und Mitarbeitern in Frankreich eine langfristige Sicherheit und Entwicklungsperspektive zu gewährleisten", hatte Nagel-Sprecher Nils Ortmann Anfang des Jahres erklärt.

Nagel-Group beschäftigt an 130 Standorten gut 12.000 Mitarbeiter

Die Nagel-Group beschäftigt an mehr als 130 Standorten gut 12.000 Mitarbeiter. Zuletzt erwirtschaftete das Unternehmen nach eigenen Angaben einen Umsatz von zwei Milliarden Euro.

2019 wollte die Nagel-Group einen strikten Modernisierungskurs fahren. Dazu gehörte die Kündigung von rund 100 Mitarbeitern, außerdem der Verkauf von Teilen des Fuhrparks und der Immobilien, die dann zurückgeleast wurden. Nach Informationen dieser Zeitung betrifft das auch die Zentralverwaltung: Teile der Gebäude in Versmold befinden sich demzufolge nicht mehr in Besitz von Nagel, sondern sind seit 2017 nur noch angemietet.

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