Welche Gefahren die Versmolder Schulwege bergen

Claus Meyer

Parkende und schnelle Autos bergen eine Gefahr für Schüler. Das erkennen das Kind auf dem Themenfoto. Und das sehen auch viele Eltern der Sonnenschüler so, vor allem bei der Wersestraße, an der die Schule liegt. - © photophonie - Fotolia
Parkende und schnelle Autos bergen eine Gefahr für Schüler. Das erkennen das Kind auf dem Themenfoto. Und das sehen auch viele Eltern der Sonnenschüler so, vor allem bei der Wersestraße, an der die Schule liegt. (© photophonie - Fotolia)

Versmold. Einige Monate hat es gedauert, jetzt liegen die Ergebnisse der Schulwegbefragungen an der Grundschule Sonnenschule und am CJD-Gymnasium vor. Fachbereichsleiter Dirk Niggemann gab dem Planungsausschuss am Mittwoch einen Überblick. Die Fragebogenaktion hatte im Sommer 2019 stattgefunden. Mit Beteiligung der Schulen soll es jetzt an die Verbesserung der Schulwege gehen. An der CJD-Sekundarschule soll sich demnächst eine entsprechende Befragung anschließen. Wissen wollte die Stadt etwa, wo Eltern und Schüler Gefahren und Probleme auf dem Weg zur Schule sehen und wie die Kinder zur Schule gelangen.

Sonnenschule

174 der 402 Bogen sind zurückgekommen. „Die Quote von 43,3 Prozent ist toll“, sagte Niggemann. Die Eltern waren gehalten, den Schulweg ihrer Kinder auf einem beigelegten Stadtplan einzuzeichnen. 59 sahen dabei keine Gefahrenpunkte oder Probleme, 91 aber schon.

Bei der Holzbrücke an der Wersestraße ist die Stadt schon tätig geworden. Deren rutschige Oberfläche wurde saniert. Eltern monieren darüber hinaus zum Beispiel die Sichtbehinderung durch parkende Autos und durch die Baustelle an der Wersestraße, an der die Schule liegt, und dass Pkw hier oft zu schnell unterwegs seien.

"Viele wissen nicht, welche Regeln hier gelten"

Für Verwirrung sorge die rote aufgezeichnete Querungshilfe an der Wersestraße. „Viele wissen nicht, welche Regeln hier gelten“, sagte Niggemann. Sie soll Autofahrer sensibilisieren, dass an dieser Stelle häufiger mal Fußgänger über die Straße laufen. Eine Pflicht zum Anhalten gibt es aber nicht. Auch die Ampelschaltung an er Ecke Münsterstraße/SSD-Tankstelle werten einige Fragebogenteilnehmer als verwirrend.

88 Kinder kommen laut den zurückgegebenen Bogen im Sommer mit dem Fahrrad zur Sonnenschule, 22 werden mit dem Auto gebracht. Wenig verwunderlich ist, dass die Winterwerte anders aussehen: Dann schwingen sich noch 41 Schüler aufs Rad, 66 lassen sich per Auto bringen.

CJD-Gymnasium

Deutlich geringer als bei der Sonnenschule war der Rücklauf beim Gymnasium. 86 der 470 Fragebogen konnten im Rathaus verwertet werden. 18,3 Prozent beträgt demnach die Quote. 40 Antwortende sehen keine Gefahr oder Probleme auf dem Schulweg zur Ravensberger Straße, 37 tun es.

Eine Zahl ist bemerkenswert: Offenbar werde es im zunehmenden Schüleralter „uncool“, Warnwesten zu tragen, vermutet Dirk Niggemann. Sind es laut Angaben der Eltern noch 88 Sonnenschüler, die mit auffälliger Kleidung zur Schule kommen, sinkt diese Zahl in den Antwortbogen des Gymnasiums auf gerade einmal zwölf.

Handlungsbedarf sehen einige Gymnasiasten und deren Eltern dagegen bei den Fahrradständern. Die sind zwar nah am Gebäude und in großer Zahl vorhanden, aber nicht überdacht. Immerhin 47 der in den 86 Bogen erfassten Schüler und Schülerinnen kommen im Sommer mit dem Rad zur Schule, 24 sind es demnach im Winter. Leichter soll es demnächst für Buskinder werden: Die Haltestelle an der Ravensberger Straße soll barrierefrei werden.

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