Sanierung: So geht's weiter mit Versmolds Wackel-Pflaster

Die Nachbesserung an der Münsterstraße und der Gartenstraße liegt nach Angaben aus dem Rathaus im Zeitplan. Der Fachbereichsleiter sieht eine skeptische Stimme nicht bestätigt.

Claus Meyer

An der Münsterstraße - © Claus Meyer
An der Münsterstraße (© Claus Meyer)

Versmold. Es war eine böse Überraschung, die Bürgermeister Michael Meyer-Hermann und Fachbereichsleiter Dirk Niggemann Ende der vorvergangenen Woche ereilte: Das gerade frisch verlegt Pflaster an der Münsterstraße und der Gartenstraße hatte sich als schadhaft erwiesen und musste schon wieder ausgetauscht werden. 2.000 Quadratmeter Straße, Parkplätze und Gehwege waren betroffen.

Angekündigter Saugwagen im Einsatz

Auf den Schrecken folgte schnelles Handeln. Bereits am Montag der vergangenen Woche wurden erste Maßnahmen gestartet. So war der angekündigte Saugwagen im Einsatz. Gestellt hat ihn die Firma Kampwerth aus Harsewinkel. Auftraggeber war das zuständige Bauunternehmen Rasche, das wie berichtet den Schaden anerkannt hat und die nötig gewordene jetzige Sanierung auf eigene Kosten durchführt.

Der Saugwagen hat in einem ersten Arbeitsschritt das alte Fugenmaterial aus den Pflasterfugen entfernt. Anschließend hat die Firma Rasche das Pflaster neu verfugt. Dazu wurde ein anderes Material als zuvor eingefegt und anschließend mittels einer Rüttelplatte verdichtet. Diese Arbeit ist mittlerweile beendet.

Die zuletzt vom Landschaftsgärtner und potenziellen Bürgermeisterkandidaten Ralf Zurmühlen im Haller Kreisblatt geäußerte Skepsis, die Fugen könnten für die Arbeit zu feucht sein, sieht Niggemann nicht bestätigt. „Das war ein vernünftiger Saugwagen mit viel Kraft", sagt der Fachbereichsleiter. Niggemann geht nun von einer besseren Stabilität für das Pflaster aus. „Das neue Material muss jetzt erst einmal sacken, dann werden wir sehen", sagt er.

Am vergangenen Donnerstag hat sich auch erstmals der angekündigte Gutachter ein Bild von der Lage an der Münsterstraße gemacht. Es habe sich laut Dirk Niggemann dabei allerdings nur um eine erste Bestandsaufnahme gehandelt. In dieser Woche soll der Gutachter dann Proben nehmen, um verlässlich den Grund für die aufgetretenen Schäden ermitteln zu können. Damit der Fachmann Proben ziehen könne, sei eine laut Niggemann, „ausreichend große Pflasterfläche" zunächst nicht neu verfugt worden.

Sperrung für Kfz bleibt bestehen

Die Ergebnisse der Untersuchungen dürften von einiger Wichtigkeit sein. Denn bevor nach Münster- und Gartenstraße auf dem Rathausplatz neues Pflaster aufgetragen wird, möchte die Stadt selbstverständlich wissen, mit welchem Fugenmaterial dann zu arbeiten ist – oder welche anderen Maßnahmen gegebenenfalls zu beachten sein werden.

Wie angekündigt sollen die Sanierungsarbeiten spätestens am Freitag, 14. Februar, beendet sein. „Es sieht sehr gut aus" – Niggemann geht bisher davon aus, dass der Zeitplan eingehalten werden kann. Auch auf der Internetseite der Stadt Versmold ist nichts anderes zu lesen. Die Münsterstraße bleibt bis dahin von Ringallee bis Altstadtstraße, die Gartenstraße von Münsterstraße bis Rathaus für Kfz gesperrt. Zur Entlastung bleibt auch die Einbahnstraßenregelung am Marktplatz weiterhin aufgehoben. Im Bereich des Wurstträgerbrunnens vor dem Café »Picco« ist damit derzeit der Verkehr in beide Fahrtrichtungen freigegeben.

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