Verbotene Fahrt: Versmolder ist mit 1,67 Promille auf der Mofa unterwegs

Zum wiederholten Mal setzt sich der Mann betrunken ans Steuer. Von einem Alkoholproblem will er nichts wissen.

Anke Schneider

Null Promille im Straßenverkehr. Damit nimmt es ein Versmolder offenbar nicht so ernst. Erneut musste er sich wegen einer Trunkenheitsfahrt vor Gericht verantworten. - © CCO Pixabay
Null Promille im Straßenverkehr. Damit nimmt es ein Versmolder offenbar nicht so ernst. Erneut musste er sich wegen einer Trunkenheitsfahrt vor Gericht verantworten. (© CCO Pixabay)

Versmold. Um 11 Uhr am Vormittag des 13. März erwischte die Polizei bei einer allgemeinen Verkehrskontrolle einen Versmolder auf seiner Mofa, der mit 1,67 Promille auf der Münsterstraße fuhr. Aufgefallen war der Mann, weil sein Versicherungskennzeichen abgelaufen war. Am Anfang der Gerichtsverhandlung gegen den Mann fragte die Richterin, was der Beschuldigte am Morgen denn schon getrunken habe.

Zur allgemeinen Verblüffung gab der Versmolder an, dass es sich bei dem Alkoholwert um Restalkohol gehandelt habe. Die Richterin leitete daraus ein Alkoholproblem ab, zumal der Angeklagte laut Vorstrafenregister bereits 2014 und 2017 betrunken unterwegs gewesen war. Sie schlug eine Alkoholtherapie vor. Das lehnte der Mann ab und gab an, jetzt nichts mehr zu trinken. Die Richterin verurteilte den Beschuldigten zu einer Geldstrafe von 900 Euro und verhängte eine Sperre für den Erwerb eines Führerscheins von einem Jahr. Zudem erhielt er ein Fahrverbot für Kraftfahrzeuge aller Art für drei Monate.

„Wenn wir uns hier wiedersehen, dann sind wir im Bereich der Freiheitsstrafe“, machte die Richterin am Amtsgericht Halle deutlich, dass die Justiz immer härtere Maßnahmen ergreifen werde, um den Versmolder zur Vernunft zu bringen. „Sie müssen gegen Ihr Alkoholproblem etwas unternehmen“, gab sie ihm mit auf den Weg.

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