So geht es auf Versmolds großer Baustelle voran

Nach dreiwöchiger Pause zum Jahreswechsel laufen die Arbeiten am Rathaus wieder. Eine unerwartete Baumfällung ist inzwischen erledigt. Nächste Woche steht ein wichtiger Termin für Abschnitt zwei an.

Tasja Klusmeyer

Nach Weihnachtspause und Fortbildungswoche haben die Bauarbeiter am 13. Januar planmäßig wieder ihre Arbeit aufgenommen. Die Fontänen des Brunnens sind inzwischen zu sehen. Ein Baum hingegen musste weichen. - © Tasja Klusmeyer
Nach Weihnachtspause und Fortbildungswoche haben die Bauarbeiter am 13. Januar planmäßig wieder ihre Arbeit aufgenommen. Die Fontänen des Brunnens sind inzwischen zu sehen. Ein Baum hingegen musste weichen. (© Tasja Klusmeyer)

Versmold. In der vierten Kalenderwoche ist Submission. Bis dahin haben Baufirmen Zeit, Angebote bei der Stadt einzureichen. Dann geht es in die finale Phase des Ausschreibungsverfahrens für den weiteren Verlauf der Innenstadtbaustelle. Abschnitt zwei betrifft die Umgestaltung der Münsterstraße (ab Altstadtstraße bis Marktplatz) sowie des Kirchplatzes.

Zunächst einmal muss die Stadt den Auftrag vergeben. Dass automatisch die bisherige Baufirma Rasche die Arbeiten weiterführt, ist nicht gesagt. Letztlich bekommt das „wirtschaftlichste Angebot" den Zuschlag, so Fachbereichsleiter Dirk Niggemann.

Passender Zeitpunkt für Auftragsvergabe

Er ist optimistisch, mehrere Angebote zu bekommen – was mit dem frühen Zeitpunkt der Ausschreibung zu tun habe. „Die Firmen machen jetzt ihre Planungen fürs Jahr", sagt Niggemann. Die Erfahrung mit Auftragsvergaben habe gezeigt: „Je später im Jahr, desto teurer." Die Stadt prüft nach der Submission alle Ergebnisse und wird dann den Auftrag erteilen.

Am 3. März soll es mit der Einrichtung der neuen Baustelle am Kirchplatz losgehen, wo zunächst einmal ein provisorischer Parkplatzbereich geschaffen wird. Mitte März beginnen dann die Arbeiten im Straßenraum. Deadline ist am 30. September. Bis dahin soll Teil zwei der ISEK-Maßnahme abgeschlossen sein. Insgesamt hat die Stadt im Haushalt 315.000 Euro für den Kirchplatz sowie knapp 600.000 Euro für die Münsterstraße veranschlagt – jeweils gefördert mit 60 Prozent vom Land.

Brunnenbauer bei der Arbeit

Zwei Baustellen in der Innenstadt werden für einige Woche also parallel verlaufen. Der erste Teil rund ums Rathaus dauert, wie berichtet, länger als ursprünglich geplant. Dort liegt man im Verzug, weil im Bereich vor der Stadtsparkasse im Spätsommer ein unerwarteter Fundament-Fund zu Mehraufwand führte. Die Arbeiten auf dem Platz selbst laufen bisher reibungslos, sagt Dirk Niggemann, und freut sich über „bestes Wetter" für Bautätigkeiten.

Vor der Weihnachtspause sind dort wichtige Vorarbeiten für den Brunnen getätigt worden. Diese Woche kann der Brunnenbauer die Technik installieren. Der Aufbau der Sitzelemente erfolgt als Nächstes. Zuvor musste noch ein Baum weichen. Im Zuge der Erdarbeiten war festgestellt worden, dass die Standsicherheit nicht mehr gegeben ist. Anfang der Woche rückte die Firma mit schwerem Gerät an und entfernte den Baum. Erneuert werden muss jetzt noch ein kleines Stück Kanal, das direkt vor dem Weg zum Bürgerbüro liegt.

Barrierefreiheit im Blick

Sind diese Arbeiten erledigt, geht es ans große Ganze. Das Niveau des Platzes wird aufgebaut. Künftig wird das Rathaus dann barrierefrei erreichbar sein, Treppenanlagen gibt es nicht mehr. Im finalen Schritt erfolgen die Pflasterarbeiten. Ende März soll der Bereich vor dem Rathaus fertig sein. Da sind die Baufahrzeuge an anderer Stelle schon angerückt. So zumindest ist der Plan.

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