Ehe-Aus nach einer Woche: Betrügerin rächt sich an ihrem Ex-Mann

Anke Schneider

Eine Bad Laererin stand jetzt wegen Betrugs vor dem Haller Amtsgericht. - © Foto: Sebastian Duda - Fotolia
Eine Bad Laererin stand jetzt wegen Betrugs vor dem Haller Amtsgericht. (© Foto: Sebastian Duda - Fotolia)

Versmold. Im August und September 2018 hatte die Frau bei der Bank Überweisungsträger eingereicht, mit denen ihr Ehemann aus Versmold ihr angeblich 1.200 und 1.500 Euro überweisen wollte. Die Formulare hatte sie selbst ausgefüllt, die Unterschrift ihres Mannes hatte sie gefälscht. Dafür stand sie jetzt vor dem Amtsgericht.

„Ich wollte ihm zeigen, wie es ist, wenn einem wehgetan wird", sagte die Frau und führte aus, dass sich der Geschädigte zuvor ziemlich daneben benommen haben soll. Ihre Tat sei eine Art Rache gewesen. Dass sie sich dazu hatte hinreißen lassen, tue ihr heute leid.

Hausfriedensbruch, Beleidigung und Widerstandes gegen die Staatsgewalt

Der Anwalt erklärte, dass das Paar sich im Juni kennenlernte und bereits im August heiratete. Eine Woche nach der Hochzeit habe man sich getrennt. „Meine Mandantin hatte 2018 eine sehr schlechte Zeit", sagte der Jurist. Sie habe anschließend einen wahren Gerichtsmarathon hinter sich bringen müssen, bei dem sie wegen zahlreicher Vergehen verurteilt wurde. Neben Hausfriedensbruch, Beleidigung und Widerstandes gegen die Staatsgewalt war auch Betrug in zwölf Fällen dabei: Die Angeklagte hatte mit der Tankkarte ihrer Firma privat getankt.

Im jüngsten Prozess vor dem Landgericht Osnabrück am 14. Oktober wurden dann verschiedene Taten zusammengefasst, und die Frau wurde zu einem Jahr und vier Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Als Auflage muss sie 120 Stunden gemeinnützig arbeiten. Weil eine neue Verurteilung die Gesamtstrafe nicht erhöhen würde, stellte das Haller Amtsgericht das Verfahren vom Donnerstag ein.

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