Versmolder Feuerwehr bekommt mehr Geld

Das Budget für die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr soll erhöht werden. Die Stadt reagiert damit auf gestiegene Anforderungen

Tasja Klusmeyer

Stets zur Stelle: Wenn die Feuerwehr mit Blaulicht ausrückt, wird irgendwo im Ort Hilfe benötigt. Brandschutz ist Pflichtaufgabe einer jeden Kommune. Versmold kann da auf eine schlagkräftige Gruppe an Freiwilligen setzen – und lässt sich das jetzt mehr kosten. - © Andre Schneider
Stets zur Stelle: Wenn die Feuerwehr mit Blaulicht ausrückt, wird irgendwo im Ort Hilfe benötigt. Brandschutz ist Pflichtaufgabe einer jeden Kommune. Versmold kann da auf eine schlagkräftige Gruppe an Freiwilligen setzen – und lässt sich das jetzt mehr kosten. (© Andre Schneider)

Versmold. Knapp 30.000 Euro mehr plant die Stadt im kommenden Haushaltsjahr für die Arbeit der örtlichen Feuerwehr ein. In zwei Tagesordnungspunkten schlägt sie dem Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsausschuss am Dienstag, 24. September, die Anpassung der Förderzuschüsse sowie der Aufwandsentschädigungen für Führungskräfte vor.

„Aufgrund erheblich gestiegener zeitlicher und materieller Aufwände erscheint eine Neustrukturierung der Zuschüsse geboten", begründet Bürgermeister Michael Meyer-Hermann in der Sitzungsvorlage. Zum einen geht es um verschiedene Fördergelder, die die Stadt pro Mitglied, Fahrzeug und für Geräte an die einzelnen Löschzüge zahlt. Ein Beispiel sind die mitgliederabhängigen Zuschüsse. Bislang bekommt jeder der vier Löschzüge pro aktivem Mitglied jährlich 20,50 Euro. Künftig soll der Betrag auf 25 Euro angehoben werden und sich nicht allein auf aktive Kräfte beschränken, sondern auf die Alters- und Ehrenabteilung ausgeweitet werden. Mehr Geld, so der Vorschlag der Verwaltung, soll es zudem für die Bereiche Digitalfunk und Atemschutzgerätewartung geben. Der Arbeitsaufwand sei aufgrund rechtlicher Anforderungen, Dokumentation und Kontrolle deutlich gestiegen.

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Kommentar: Das richtige Zeichen

Egal ob spätabends, frühmorgens, sonn- oder feiertags, ob bei tropischer Hitze oder frostigen Temperaturen – die Mitglieder der hiesigen Feuerwehr rücken dann aus, wenn sie gebraucht werden. Freiwillig, in ihrer Freizeit!

Dafür stellen sie oft Familie und andere Hobbys hintenan. Dafür begeben sie sich auch schon mal selbst in Gefahr. Und dabei sehen sie sich nicht selten mit menschlichen Schicksalen und Leid konfrontiert.

Die Arbeit in der Freiwilligen Feuerwehr ist jedem Einzelnen gar nicht hoch genug anzurechnen. Die Kräfte leisten einen wichtigen Teil für die Sicherheit in der Stadt. Die Förderzuschüsse für die Löschzüge und Aufwandsentschädigungen für Führungskräfte anzuheben, ist genau das richtige Zeichen.

Aufstockung für Führungskräfte

Insgesamt sind im neuen, noch zu beratenden Haushalt knapp 29.000 Euro an Förderzuschüssen vorgesehen – das sind gut 10.000 Euro mehr als in 2019. Dazu kommen Investitionen, Gebäude- und Fahrzeuginstandhaltung, die sich jährlich im sechsstelligen Bereich bewegen.

Zweiter Punkt der politischen Beratung sind die Aufwandsentschädigungen, die an die Führungskräfte gezahlt werden. Wesentliche Neuerung ist die Ausdehnung auf Stellvertreterposten in den Löschzügen, die bislang keine Gelder bekommen. Darüber hinaus wird der Satz generell an die Entschädigung angepasst, die Fraktionsvorsitzende in der Stadtvertretung erhalten. Zuletzt waren die Beträge der Feuerwehr 2006 neu festgesetzt worden.

Für den Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Versmold ergibt sich eine monatliche Aufwandsentschädigung in Höhe von 750 Euro, 137 Euro mehr als aktuell. Die Chefs der einzelnen Löschzüge bekommen in Abhängigkeit der Löschzuggröße 240 Euro (Bockhorst, Hesselteich und Oesterweg sowie Jugendfeuerwehr und Musikzug) und 300 Euro (Versmold). Insgesamt geht die Stadt für 2020 in diesem Bereich von Mehrausgaben in Höhe von gut 19.000 Euro aus. Was beinahe eine Verdoppelung der bisherigen Sätze von 21.000 Euro darstellt.

Der Hauptausschuss tagt am Dienstag, 17.30 Uhr, im kleinen Sitzungssaal. Final entscheidet der Rat am 10. Oktober.

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