Wenn aus Freundschaft blanke Wut wird: Tapezierer bedroht Kunden

Amtsgericht: Das Verfahren gegen einen 44-jährigen Mann wird gegen eine Zahlung von 300 Euro eingestellt. Er soll schlimme Dinge angekündigt haben

Herbert Gontek

Streit unter Bekannten: Die Auseinandersetzung gipfelte schließlich in einer drastischen Drohung. - © Foto: Sebastian Duda - Fotolia
Streit unter Bekannten: Die Auseinandersetzung gipfelte schließlich in einer drastischen Drohung. (© Foto: Sebastian Duda - Fotolia)

Versmold. Wegen Bedrohung hatte sich gestern ein 44-jähriger Mann aus Versmold zu verantworten. Er soll einem Bekannten – zugleich Kunde seines Dienstleistungsunternehmens – bei einem Tapezierauftrag gedroht haben ihn „totzuschlagen". Gegen einen entsprechenden Strafbefehl hatte er Widerspruch eingelegt. Der 44-jährige sagte gestern im Gericht, dass er den Mann in Haft kennen gelernt habe. Mit ihm und seiner Frau habe er zunächst einen guten Kontakt gepflegt. Die Ehefrau sei für ihn wie ein Mutterersatz gewesen.

Das habe dem 62-Jährigen nicht gefallen. Er sei auch ein schwieriger Mann, der ihn mit Sticheleien malträtiert habe. Zwischen den beiden Männern war das Verhältnis angespannt. Streitpunkt scheint letztlich eine Rechnung über die Renovierungsarbeiten zu sein mutmaßt der Handwerker. „Wir haben uns immer gegenseitig kostenlos geholfen", stellte der 62-Jährige fest. Nun stand eine Rechnung von rund 3.500 Euro im Raum. Das Gericht stellte das Verfahren gegen den 44-Jährigen gegen eine Zahlung von 300 Euro ein.

Copyright © Haller Kreisblatt 2019
Texte und Fotos vom Haller Kreisblatt sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Um Ihren Kommentar abzusenden, melden Sie sich bitte an.
Sollten Sie noch keinen Zugang besitzen, können Sie sich hier registrieren.

Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion an.