Versmolder wird aus Auto geschleudert und darunter eingeklemmt

Rund eine Stunde war der Notarzt damit beschäftigt, Verletzungen zu diagnostizieren und den Zustand des Patienten zu stabilisieren.

Andreas Eickhoff

Ein Mann wurde nach dem Unfall schwer verletzt ins Krankenhaus gefahren. - © Andreas Eickhoff
Ein Mann wurde nach dem Unfall schwer verletzt ins Krankenhaus gefahren. (© Andreas Eickhoff)

Versmold. Schwerste Verletzungen erlitt am Sonntagabend ein Versmolder, der bei einem Unfall aus dem Fahrzeug geschleudert und darunter eingeklemmt wurde. Ein Ersthelfer kippte das Auto wieder um und befreite so den Mann aus der Notlage.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizeibeamten an der Unfallstelle war der Fahrer um 22.25 Uhr mit einem Fiat Seicento auf der Kämpenstraße stadtauswärts unterwegs. Nachdem er die leichte Linkskurve im Bereich der Einmündung Markusweg passiert hatte, kam dem Fahrer nach eigenen Angaben ein anderes Fahrzeug entgegen.

Versmold: Nicht angeschnallt - Aus Auto geschleudert und lebensgefährlich verletzt

Beifahrer war vermutlich nicht angeschnallt

Der Fiatfahrer lenkte sein Fahrzeug nach rechts und geriet kurz vor der Sankt-Michael-Kirche gegen den Bordstein. Vermutlich auch aufgrund von überhöhter Geschwindigkeit verlor der Fahrer die Gewalt über den Kleinwagen, der nach links von der Straße abkam und dann in einer Grundstückszufahrt auf die Seite kippte.

Dabei wurde der Beifahrer, der vermutlich nicht angeschnallt war, aus dem Fahrzeug katapultiert und zwischen dem Gehwegplatten und dem Autoblech eingeklemmt.

Ein Ersthelfer reagierte sofort: Nachdem der Fahrer selbstständig ausgestiegen war, kippte er den Kleinwagen wieder zurück auf die Räder. Zwischenzeitlich war bereits die Feuerwehr und der Rettungsdienst alarmiert worden.

Als die Feuerwehr eintraf, stand der Wagen auf vier Rädern

„Als wir hier eintrafen, stand der Wagen schon wieder auf seinen Rädern", berichtet Löschzugführer Stefan Temme. Die Besatzungen zweier Rettungswagen aus Versmold sowie des Notarzteinsatzfahrzeuges aus Harsewinkel kümmerten sich um den Schwerstverletzten sowie um den (äußerlich) unverletzten Fahrer.

Rund eine Stunde war der Notarzt damit beschäftigt, Verletzungen zu diagnostizieren und den Zustand des Patienten zu stabilisieren. Erst dann ging es mit Blaulicht und Martinshorn auf den schnellsten Weg ins Elisabeth-Hospital nach Gütersloh zur weiteren Behandlung.

Die Polizei sperrte die Kämpenstraße für die Dauer der Rettungsarbeiten sowie der Beweissicherung. Für letzteres wurde auch die Drehleiter der Feuerwehr eingesetzt, um Übersichtsaufnahmen zu machen.

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