Diese junge Versmolderin stürzt sich nach dem Abi ins Abenteuer Australien

Moana Kroll erfüllt sich einen Traum. Die 19-Jährige ist acht Monate lang in Australien als Au-pair. Dabei lernt sie Land und Leute kennen. Eine Sache vermisste sie anfangs besonders

Marion Bulla

Grüße in die Heimat: Moana Kroll ist derzeit am anderen Ende der Erde und verbringt ein Jahr in Australien. Vor allem die Nähe zum Meer schätzt die Versmolderin sehr. Zurzeit ist dort Winter; der ist bei zweistelligen Temperaturen angenehmen mild. - © privat
Grüße in die Heimat: Moana Kroll ist derzeit am anderen Ende der Erde und verbringt ein Jahr in Australien. Vor allem die Nähe zum Meer schätzt die Versmolderin sehr. Zurzeit ist dort Winter; der ist bei zweistelligen Temperaturen angenehmen mild. (© privat)

Versmold. Moana Kroll ist abenteuerlustig. Nach dem Abitur wollte sie nicht gleich zur Uni, sondern erst etwas von der Welt sehen. Das Ende der Schulzeit war für die Versmolderin genau der richtige Zeitpunkt, um sich eine kleine Auszeit zu gönnen. Und zwar als Au-pair in ihrem absoluten Wunschland Australien. Dort war sie schon einmal – allerdings war sie da noch im Bauch ihrer Mutter. „Das ist vielleicht der Grund, warum es unbedingt Australien sein musste. Der Name Moana kommt übrigens auch aus Australien", erzählt ihre Mutter Gaby Kroll.

Putzige Gesellen: Die Quokkas (Kurzschwanzkängurus) hat Moana Kroll auf der Insel Rottnest Island gesichtet und fotografiert. - © privat
Putzige Gesellen: Die Quokkas (Kurzschwanzkängurus) hat Moana Kroll auf der Insel Rottnest Island gesichtet und fotografiert. (© privat)

Zu einer solch großen Reise gehört eine gute Vorbereitung. Also loggte Moana Kroll sich bei Facebook ein und informierte sich auf einer Plattform über die Möglichkeiten und Angebote als Au-pair. Ihre Wahl fiel auf eine vierköpfige Familie in Mindarie, einer Stadt an der Westküste nahe dem australischen Perth. „Wir haben uns hin- und hergeschrieben und wussten nach einer Weile, das es passt", erinnert Moana Kroll sich.

Verwechslungen im Linksverkehr

Am 22. Februar stürzte sie sich ins Abenteuer Australien. Die junge Frau startete ab Düsseldorf zu ihrem rund 15.000 Kilometer entfernten Ziel. „Der Flug war sehr anstrengend und dauerte etwas mehr als 20 Stunden", erzählt Moana Kroll. Am Flughafen angekommen sei sie dann sehr herzlich begrüßt worden. Vor allem die achtjährige Tochter habe sie mit Fragen nur so überschüttet.

Zu dieser Zeit war gerade Hochsommer in Australien und es herrschten Temperaturen um 40 Grad. Da ist es natürlich angenehm, dass die Familie einen Pool hat und noch besser, dass der Strand nah ist. „Ich habe ein eigenes Auto hier. Das ist nicht üblich. Ich hatte richtig Glück mit meiner Familie. So kann ich die Gegend erkunden und die vielen super coolen Strände besuchen", erzählt die Aussteigerin auf Zeit, und ergänzt, der Linksverkehr sei am Anfang komisch gewesen. Wenn sie blinken wollte, habe sie immer den Scheibenwischer angemacht.

Inzwischen hat sich Moana Kroll daran gewöhnt. Ganz offenkundig genießt die 19-Jährige ihren Aufenthalt am anderen Ende der Welt sehr. Höchstens 25 Stunden in der Woche arbeitet sie als Au-pair. Das heißt, sie bereitet die fünf- und achtjährigen Kinder auf die Schule vor, bringt sie hin und holt sie wieder ab. Dazwischen ist ein wenig Haushalt. „Aber das ist alles schnell erledigt. Ich habe viel Zeit für mich."

Koalas und Kängurus ganz nah

Moana Kroll ist leidenschaftliche Musikerin. Sie spielt Gitarre und hat sich mit ihrer ausdrucksstarken Stimme in ihrer Heimat schon einen Namen gemacht. „Ich habe die Musik in Australien sehr vermisst und mir deshalb eine Gitarre gekauft. Seither mache ich meistens sonntags, an meinem freien Tag, Straßenmusik. Das macht so viel Spaß, wenn die Kids tanzend an mir vorbeilaufen."

Im Land der Kängurus: An Linksverkehr und andere Beschilderungen muss man sich als Autofahrer erstmal gewöhnen. - © privat
Im Land der Kängurus: An Linksverkehr und andere Beschilderungen muss man sich als Autofahrer erstmal gewöhnen. (© privat)

Meistens hat Moana Kroll gegen 17 Uhr Feierabend. Dann verbringt sie manchmal Zeit mit Freunden. Australier, die sie mittlerweile kennengelernt hat. Gemeinsam fahren sie in den Nationalpark zu den Koalas und Kängurus. Einmal sei sie mit Freunden auf Rottnest Island gewesen. „Da leben die Quokkas. Die sind so süß."

Ihr Fazit ist durchweg positiv. „Hier zu sein, ist unglaublich cool. Alle sind so offen und freundlich. Es macht so viel Spaß. Eine ganz andere Welt. Bis Anfang Oktober bleibt Moana Kroll noch bei der Familie. Danach reist sie mit einer Freundin, die sie dort kennengelernt hat, weiter über den Kontinent und erkundet andere Ecken.

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