Ausgesetzte Fische: Über 80 riesige Karpfen werden aus Versmolder Teich gerettet

Dorfgemeinschaft: Erst seit fünf Jahren existiert der kleine Teich an der Oesterweger Straße. Lange genug, dass sich mehrere hundert Fische dort angesiedelt haben. Nicht freiwillig – die Tiere wurden ausgesetzt

Silke Derkum-Homburg

Dorfevent: Der Arbeitseinsatz der Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr lockte viele Schaulustige an. Aber auch Fischfreunde, die den Bewohnern des Teiches ein neues Zuhause geben wollten, warteten geduldig am Ufer, bis das Becken leer war. - © Silke Derkum-Homburg, HK
Dorfevent: Der Arbeitseinsatz der Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr lockte viele Schaulustige an. Aber auch Fischfreunde, die den Bewohnern des Teiches ein neues Zuhause geben wollten, warteten geduldig am Ufer, bis das Becken leer war. (© Silke Derkum-Homburg, HK)

Versmold-Oesterweg. Am Oesterweger Dorfteich war am Donnerstagabend viel los. Neben zwei Einsatzwagen des Löschzuges Oesterweg hatten sich zahlreiche Dorfbewohner am 2014 neu angelegten Teich versammelt. Teils einfach um der von der Dorfgemeinschaft organisierten und von der Stadt unterstützten Abpumpaktion beizuwohnen, teils aber auch, um die Bewohner des Teiches in Obhut zu nehmen.

Das Abpumpen war notwendig geworden, weil der Teich stark verschlammt gewesen sei, teilte die Stadt mit. Aber auch, weil das Gewässer biologisch mehr oder weniger tot war. Ein Grund dafür könnte die Tatsache sein, dass die Fontäne in der Mitte des Brunnens zu selten angestellt wurde und so zu wenig Frischwasser und Sauerstoff in den Teich gelangt ist.

Ein anderer Grund sind die vielen Fische in dem Teich, der eigentlich nicht als Fischteich vorgesehen war. „Die Fische sind hier einfach von anderen Teichbesitzern ausgesetzt worden", sagt einer der Organisatoren von der Dorfgemeinschaft.

Dorfbewohner übernehmen einen Teil der Fische

Als der größte Teil des Wassers abgepumpt war, sollen geschätzt etwa 80 über 50 Zentimeter lange Karpfen und Kois sowie unzählige kleine Fische zum Vorschein gekommen sein. Die Fische wurden fachmännisch entnommen und zum Teil an Dorfbewohner übergeben, die sie in ihre heimischen Teiche einsetzten.

Der Schlamm, der sich in dem tiefen Becken angesammelt hat, wird von der Dorfgemeinschaft in einem Arbeitseinsatz herausgeholt. Anschließend soll das Becken mit ökologisch wertvollen Wasserpflanzen bestückt und dann wieder befüllt werden.

Um eines bittet die Dorfgemeinschaft aber ganz eindringlich: Keine Fische mehr in den Teich einzusetzen.

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