Helfer gesucht: Versmolder kämpfen gegen das giftige Kraut in der Region

Eigeninitiative: Imker wollen die Artenvielfalt erhalten und haben dem Jakobskreuzkraut in Versmold den Kampf angesagt. Dabei hoffen sie auf Unterstützung von Vereinen, Institutionen oder Einzelpersonen

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Versmolder Imker bekämpfen das Jakobskreuzkraut. - © Privat
Versmolder Imker bekämpfen das Jakobskreuzkraut. (© Privat)

Versmold (HK/sim). Die Versmolder Imker haben einen Traum: ein jakobskreuzkrautfreies Versmold. Deshalb treffen sie sich jedes Jahr, um einige extrem stark befallene Stellen von den giftigen Pflanzen zu befreien. In diesem Jahr haben sie sich wieder die Borgholzhausener Straße vom Ortsausgang Versmold bis zur Autobahn vorgenommen, weil die Pflanze hier zuerst in großer Anzahl festgestellt wurde.

„Ein Abmähen der Pflanze reicht nicht aus, sie würde erneut austreiben und noch in diesem Jahr erneut blühen", erklärt Herbert Seelhöfer, Vorsitzender des Ravensberger Imkervereins. Die Verbreitung der Pflanze ist an vielen Straßenrändern, Böschungen und extensiv genutzten Flächen zu beobachten. Die Imker versuchen, der Ausbreitung dieser Pflanze ein wenig entgegenzuwirken. Schließlich besteht bei der schnellen Ausbreitung auch die Gefahr, dass andere, heimische Blütenpflanzen verdrängt werden. Und diese bisher da gewesene Pflanzenvielfalt ist enorm wichtig für die Ernährung der verschiedenen Insektenarten.

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Jeder kann helfen

Beim Kampf gegen die Pflanze sind die Imker mit langärmeliger Kleidung und Handschuhen losgezogen, um sie auszureißen oder mit Hilfe eines Spatens auszugraben. Anschließend wurden die Pflanzen fachgerecht entsorgt.

Alle waren sich einig, dass dies nur ein kleiner Beitrag ist und sie die Ausbreitung des Jakobskreuzkrautes nicht gänzlich verhindern können. Sie hoffen aber, durch ihre Aktion das Bewusstsein in der Bevölkerung weiter zu stärken und dadurch dieser Pflanze Einhalt zu gebieten.

„Jeder ist in seinem Wohnumfeld aufgerufen, mit offenen Augen durch die Landschaft oder die Siedlung zu gehen. Häufig beginnt eine Besiedelung mit wenigen Einzelpflanzen, die plötzlich am Wegesrand stehen", sagt Seelhöfer. Er bittet darum, bei der Aktion unbedingt Handschuhe zu tragen. „Jeder, der sich hier die Mühe macht, Pflanzen auszureißen und dem Restmüll zuzufügen, leistet seinen eigenen Beitrag." Die Imker hoffen, dass sich im kommenden Jahr weitere Vereine oder Institutionen finden, die die Imker bei dem Traum von einen Jakobskreuzkraut-freien Versmold unterstützen.

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