18 Marihuana-Tütchen entdeckt: 19-jähriger Versmolder wird trotzdem nicht verurteilt

Der Mann kommt mit einem blauen Auge davon. Das Gericht stellt das Verfahren ein

Herbert Gontek

Handel ließ sich nicht nachweisen: Das Gericht stellte das Verfahren gegen einen Versmolder ein. - © Foto: Sebastian Duda - Fotolia
Handel ließ sich nicht nachweisen: Das Gericht stellte das Verfahren gegen einen Versmolder ein. (© Foto: Sebastian Duda - Fotolia)

Versmold/Halle. Wegen Rauschmittelbesitzes und Handels musste sich am Montag ein 19-jähriger Versmolder vor dem Haller Amtsgericht verantworten. Bei der Durchsuchung seines Zimmers in einer Jugendeinrichtung waren 18 Tütchen mit 12,9 Gramm Marihuana und eine Feinwaage gefunden worden. Einen Handel mit den Drogen stritt der Beschuldigte ab.

Sein Anwalt Alexander Klemme führte aus, dass sein Mandant 15 Gramm für 100 Euro am Bielefelder Bahnhof erworben habe. Dies habe er in Tütchen abgepackt, allerdings nicht mit dem Hintergrund, es zu verkaufen, sondern es für den Eigenverbrauch zu portionieren.

Zum 1. August bekommt der junge Mann eine Lehrstelle, er sei also auf gutem Wege, waren sich Anwalt und die Jugendhilfevertreter einig. Um den positiven Weg nicht zu stören, wurde das Verfahren im Einvernehmen mit den Prozessbeteiligten eingestellt.

Mit einer Auflage: Innerhalb von sechs Monaten muss der Versmolder 500 Euro an den Verein »Keine macht den Drogen« zahlen.

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