Beziehungsprobleme: Streit um einen gelben Sack eskaliert

Das Amtsgericht Halle verurteilt einen 35-jährigen Versmolder wegen Körperverletzung zur Bewährungsstrafe. Das Paar hat sich inzwischen wieder versöhnt

Herbert Gontek

Symbolfoto - © CCO Pixabay
Symbolfoto (© CCO Pixabay)

Versmold. Wegen Sachbeschädigung und Körperverletzung musste sich am Donnerstag ein 35-jähriger Versmolder vor dem Amtsgericht Halle verantworten. Der Mann soll am 15. Oktober seine Freundin angegriffen haben.

Der Streit begann laut der 39-Jährigen um einen gelben Sack, den sie an die Straße stellen sollte. Beide, so die Freundin, hätten getrunken. Nach dem Streit glaubte der Angeklagte, die junge Frau wollte ihr Auto benutzen, deshalb zerstach er die Reifen. Dann kam es am Auto zu Handgreiflichkeiten, bei denen der Frau mehrfach ins Gesicht geschlagen wurde. Inzwischen haben sich die Differenzen normalisiert und das Paar lebt wieder zusammen.

Zwei Polizisten im Zeugenstand konnten sich auf Nachfrage der Richterin nicht an nennenswerte Verletzungen der Zeugin erinnern. Der unter Betreuung stehende Angeklagte hat eine Latte von Vorstrafen und ist wegen Suchtproblemen in ärztlicher Betreuung. Die Amtsanwältin beantragte eine Haftstrafe von sieben Monaten auf Bewährung und wegen fehlender Finanzmittel 100 Sozialstunden. Das Urteil: Sechs Monate Haft auf Bewährung, 100 Sozialstunden, Betreuung durch Bewährungshelfer und Drogenberatung.

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