Instagram-Star Jacky Hardt sucht im Trash-TV ihren Traummann

Die Versmolderin Jacky Hardt erreicht auf der Fotoplattform 80.000 Menschen. Bald wird sie auch in einer Dating-Show von RTL zu sehen sein. Die Dreharbeiten in Köln laufen

Max Maschmann

In Hamburg angekommen: Die Versmolderin Jacky Hardt ist gern in der Stadt an der Elbe unterwegs. Dieses Foto zeigt sie vor dem Hintergrund der berühmten Speicherstadt. Foto: Privat - © Copyright 2018. All rights reserved.
In Hamburg angekommen: Die Versmolderin Jacky Hardt ist gern in der Stadt an der Elbe unterwegs. Dieses Foto zeigt sie vor dem Hintergrund der berühmten Speicherstadt. Foto: Privat (© Copyright 2018. All rights reserved.)

Versmold.Ihre Vorstellung sollen andere übernehmen. Also los: „Das ist Jacky. Die macht Influencerkram und hat 80.000 Follower", sagt der Comedian, der sich als Mark Forster vorgestellt hat. Die Szene spielt bei der Aftershow-Party der Bambi-Verleihung im November, sie ist auf Video festgehalten. Den Comedian, der einen Musiker mimt, kennt man in ganz Deutschland als Luke Mockridge. So weit ist es mit der Popularität bei Jacqueline Hardt, 27, die am liebsten nur Jacky genannt werden möchte und auch hier so heißen soll, noch nicht. Aber immerhin: 80.000 Menschen folgen ihrem Kanal jackyxsecretx auf der Fotoplattform Instagram. Und bald wird sie ja auch bei RTL zu sehen sein.

Genauer gesagt bei »Take me out«. So heißt die von Ralf Schmitz moderierte Dating-Show, die 2013 erstmals ausgestrahlt wurde und Anfang des Jahres in die siebte Staffel gegangen ist. Drei Singlemänner stellen sich pro Sendung vor. In jeweils drei Runden versuchen sie eine oder mehrere Damen von sich zu überzeugen und final ein Date zu bekommen. Durch Drücken eines Buzzers können die Teilnehmerinnen entscheiden, ob sie den Kandidaten kennenlernen wollen oder nicht. „Ist er euer Mann, lasst die Lampe an. Drückt ihr aus, seid ihr raus", flötet Schmitz den 30 Teilnehmerinnen zu. Auch Jacky wird er daran erinnern. Die ist ab heute in Köln dabei, wenn bis Samstag neue Folgen gedreht werden.

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„Vielleicht warte ich ab, bis ich buzzere"

Sie sagt: „Ich glaube nicht, dass ich da meinen Traummann finden werde." Gesehen hatte Jacky die Show bis dato kaum, online beworben hat sie sich Ende vergangenen Jahres trotzdem. „Um so eine TV-Produktion mal hautnah mitzuerleben." Im Februar folgt die Einladung zum offenen Casting in Hamburg, wo sie seit 2018 lebt. Viele Fragen, Stärken und Schwächen, so etwas. Mitte April: die Zusage. Ihr Umfeld hätte sich total für sie gefreut. Seitdem hat Jacky mehrere Folgen »Take me out« geschaut. Ob sie selbst schnell buzzern wird? Das könnte sein, „nur dann komme ich nicht weiter. Vielleicht warte ich auch einige Runden ab."

Noch steht nicht fest, wann die Folgen auf RTL ausgestrahlt werden. Wenn es soweit ist, werden in ihrer Heimat sicher viele zuschauen. Aufgewachsen ist Jacky in Oesterweg, hat in Versmold die Realschule besucht und später eine Ausbildung zur Industriekauffrau bei Bostik in Borgholzhausen gemacht. Sie blieb bis 2018, war für den Einkauf zuständig. Ihr jetziger Chef, Leiter eines Hamburger Handelsunternehmens für Chemikalien, das Bostik beliefert, lotste sie in die Hansestadt. In Hamburg kannte sie zunächst niemanden, Brückenbauer war Instagram. Sie schrieb andere Nutzer an, fragte nach Treffen – und stellte fest: „Hier ist alles total offen im Umgang. Wenn ich die Zeit hätte, würde ich mich täglich mit jemand anderem treffen wollen."

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Jacky fühlt sich wohl dort, Elbphilharmonie und Co. sind regelmäßig auf ihrem Kanal zu sehen. Die Bloggerin für Fashion, Beauty und Lifestyle erreicht momentan 80.000 Menschen, die sie mehrmals täglich mit Beiträgen oder sogenannten Stories versorgt. Um ein Gefühl für die Dimension zu bekommen: So viele Zuschauer passen in etwa in das größte deutsche Fußballstadion, den Dortmunder Signal Iduna Park. Aber Jacky wiegelt ab. „Ich bilde mir nichts darauf ein, ich wäre auch mit deutlich weniger Followern derselbe Mensch."

Jacky könnte wohl von Instagram leben

Für viele Unternehmen aber ist die Reichweite der Bloggerin eine gute Gelegenheit, um ihre Produkte zu bewerben. Ungefähr zehn bis 20 Anfragen erhält sie wöchentlich, seit sie 2016 mit dem Bloggen begonnen hat. Mal sind es ein Kleid und Schuhe, die sie zeigt, mal Teesorten. „Man sollte schon mit den Produkten vertraut sein, die man bewirbt", sagt Jacky, die keineswegs alle Anfragen annimmt. Ob die Werbung für die jeweiligen Produkte in Form eines Posts erscheint oder in einer ihrer Stories, hängt vom Unternehmen ab. Später darf sie die Produkte behalten oder wird für den Auftrag bezahlt, manchmal auch beides.

Kann man von Instagram leben? „Wahrscheinlich ja." Die Unsicherheit, will Jacky aber nicht riskieren. „Was passiert, wenn es die App irgendwann nicht mehr gibt", fragt sie. Die Fotoplattform, auf der sie seit 2012 angemeldet ist, bleibt deshalb nur ein Hobby – aber ein arbeitsreiches. Schließlich kosten das Produzieren und Hochladen der Beiträge, das Verlinken sowie das Kennzeichnen von Werbung Zeit. Spaß macht es trotzdem, ein Ende nicht in Sicht. Bliebe nur noch die Frage, was es mit jackyxsecretx auf sich hat? „Das hat keine tiefere Bedeutung, der Name stammt noch aus einer Zeit, als es modern war, ein secret an seinen Vornamen zu hängen."

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