Hesselteicher engagieren sich für eine lebenswerte Heimat

Der kleinste Verrsmolder Ortsteil ruft die 1. Hesselteicher Zukunftswerkstatt ins Leben. Dabei kommen Wünsche in Hülle und Fülle auf den Tisch.

Rita Sprick

Zukunftswerkstatt: Liselotte Kampwerth (von links), Horst Kleine-Tebbe, Hannah Grebe, Pirjo Susanne Schack, Renate Nienker und Gisela Habighorst sammeln Ideen. - © Rita Sprick
Zukunftswerkstatt: Liselotte Kampwerth (von links), Horst Kleine-Tebbe, Hannah Grebe, Pirjo Susanne Schack, Renate Nienker und Gisela Habighorst sammeln Ideen. (© Rita Sprick)

Versmold-Hesselteich. Die Dorfgemeinschaft im kleinsten Ortsteil Versmolds hat bereits die ländliche Welt von morgen im Blick. Seit der Aktion »Unser Dorf hat Zukunft« vor mehr als zehn Jahren stellten die Bürger mit Wortführer Hans-Wilhelm Wacker an der Spitze vieles auf die Beine. Eines der jüngsten Projekte war die Gestaltung des Dorfplatzes. Aber in Hesselteich soll in den nächsten Jahrzehnten noch mehr geschehen.

Engagierte Bürger riefen dazu die »1. Hesselteicher Zukunftswerkstatt« ins Leben. Mit ihr möchten sie den Ort lebenswert und zukunftsfähig für Jung und Alt gestalten. Zu den Initiatoren gehören unter anderem Pirjo Susanne Schack, Melanie Märländer und Matthias Hoffmeier. Einige hatten auch Wacker für das Team vorgeschlagen. Aber er wollte seine Entscheidung vertagen. Bei der Auftaktveranstaltung im neuen Feuerwehrgerätehaus waren 51 Hesselteicher dabei. Einige unter ihnen leben bereits mehr als 70 Jahre im Ort, andere erst einige Monate.

Internet ist ein wichtiges Thema

Die Moderation übernahm Pirjo Susanne Schack. „Wir möchten heute ein Meinungsbild erstellen. Dazu sammeln wir Ideen. Wir wollen keine Diskussion führen und keine Bewertungen abgeben", stimmte die Moderatorin ein. Sie war erstaunt über die vielen Aktivitäten und Veranstaltungen die Bürger aus dem 530-Seelen-Ort aufzählten. Besonders freute es sie, dass die Anwesenden in kleinen Gruppen neue Ideen auf den Tisch brachten. Die meisten wünschten sich neben einer guten Internetverbindung eine bessere Verkehrssituation an der Oesterweger Straße/Ecke Casumer Straße. Es wurden Zebrastreifen, Geschwindigkeitsbegrenzungen und Straßenbeleuchtungen vorgeschlagen.

Fast die Hälfte der Anwesenden möchte die Sanierung des Radweges Richtung Versmold. Aber auch der Wunsch nach einem Café, nach Mitfahrgelegenheiten, einem Dorfauto, einer Walkinggruppe, nach Infotafeln, besseren Busverbindungen, nach Bauland, Blühstreifen und nach Maßnahmen gegen das Höfesterben wurden geäußert.

Einige Teilnehmer signalisierten, sich an der Umsetzung von Ideen zu beteiligen. Zunächst wird in kleinen Themengruppen agiert. Danach soll jeweils ein Punkt aufgegriffen werden, zu dem sich alle interessierten Hesselteicher äußern können. „Wir würden gern eine Internetseite erstellen wo alles vorgestellt wird", sagt Melanie Märländer, die bei der Telekom Einfluss auf die schlechte Internetverbindung im Dorf nehmen will. Sie plant dazu voraussichtlich Anfang Juli eine Informationsveranstaltung mit einem Fachmann der Telefongesellschaft.

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