Neues Baugebiet in Versmold: Häuslebauer können loslegen

Für 1,1 Millionen Euro hat die Stadt einen Kilometer an Kanälen gebaut und eine Baustraße errichtet. Telekom und Unity Media haben Glasfaserkabel gelegt.

Silke Derkum-Homburg,Tasja Klusmeyer

Bürgermeister Michael Meyer-Hermann (von links), Vitali Saprykin, Stadt Versmold, Abwasserbeseitigung und Fachbereichsleiter Dirk Niggemann. - © Silke Derkum-Homburg
Bürgermeister Michael Meyer-Hermann (von links), Vitali Saprykin, Stadt Versmold, Abwasserbeseitigung und Fachbereichsleiter Dirk Niggemann. (© Silke Derkum-Homburg)

Versmold. Auf diese Nachricht haben die 30 Grundstücksbesitzer gewartet. Die Erschließungsarbeiten für das Baugebiet sind seit Donnerstag abgeschlossen. Für 1,1 Millionen Euro hat die Stadt einen Kilometer an Kanälen gebaut und eine Baustraße errichtet; Telekom und Unity Media haben Glasfaserkabel gelegt. Nun können die Bauarbeiten für die Häuser beginnen.

Ein Bauwerk ist bereits so gut wie fertig. Das Regenrückhaltebecken, das eine Fläche von 970 Quadratmeter einnimmt und 400 Kubikmeter Wasser fassen kann. „Wir mussten es am tiefsten Punkt errichten, deshalb liegt es nun leider direkt an der Straße", erklärt Bauamtsleiter Dirk Niggemann, der mit Vitali Saprykin vom Bauamt und Bürgermeister Michael Meyer-Hermann (Foto, von rechts) die Baustraße freigab. Das Becken wird mit Gras bepflanzt und von Laubhecken umsäumt. Ebenso grün wünschen sich die Planer die Vorgärten der neuen Anlieger. „Deshalb verteilen wir Pflanzgutscheine und hoffen, dass keine Steingärten entstehen", so Niggemann.

Derweil sollen gleich bei einem der ersten Bauvorhaben die Festsetzungen des Bebauungsplanes nicht eingehalten werden: Es geht um ein Doppelhaus an der Sandbreede. Das Grundstück grenzt östlich und südlich an den öffentlichen Straßenraum. Dort sind Garagen eigentlich unzulässig. Um für beide Doppelhaushälften überdachte Stellplätze zu schaffen, beantragte der Bauherr eine Befreiung von den Festsetzungen. Aus Sicht der Stadt sei dies in der besonderen Situation „ausnahmsweise städtebaulich vertretbar". Ein vergleichbarer Fall sei nicht zu erwarten. Der Planungsausschuss stimmte der Befreiung zu – richtig glücklich war die Politik über diese frühe Ausnahme indes nicht

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