Bald in dritter Generation: Versmolds Spezialisten für Sauberkeit

Tasja Klusmeyer

Familiensache: Gründer Otto Howe (links), seine Tochter und heutige Inhaberin Miriam Howe-Bußmann sowie Schwiegersohn und Mitarbeiter Thomas Bußmann feiern das 50-jährige Bestehen des Betriebes. Das Trio weiß, wie man Glanz in Büro und Badezimmer bringt. - © Tasja Klusmeyer, HK
Familiensache: Gründer Otto Howe (links), seine Tochter und heutige Inhaberin Miriam Howe-Bußmann sowie Schwiegersohn und Mitarbeiter Thomas Bußmann feiern das 50-jährige Bestehen des Betriebes. Das Trio weiß, wie man Glanz in Büro und Badezimmer bringt. (© Tasja Klusmeyer, HK)

Versmold.„Ich hatte Spaß am Beruf und wollte gerne einen eigenen Betrieb haben", erinnert sich Otto Howe. Am 5. Mai 1969 wagte der Versmolder den Schritt in die Selbstständigkeit. Da war er 29 Jahre alt. Er fing klein an – ganz alleine, in seiner Wohnung an der Münsterstraße. „Zunächst war es gar nicht so einfach, Kunden zu bekommen." Otto Howe putzte Klinken – und bekam Aufträge. Zunehmend mehr und er brauchte damit nach und nach Mitarbeiter. 1975 erfolgte der Umzug an den Kiefernweg, wo die Familie seitdem lebt und arbeitet.

Angesichts von inzwischen 90 Mitarbeitern, der Großteil davon auf 450-Euro-Basis, der dunkelblauen Fahrzeugflotte und viel Material, das Glas- und Gebäudereiniger so benötigen, reicht der Platz in der Wohnsiedlung nicht aus. Zusätzlich hat der Betrieb am Westdamm Lagerfläche angemietet. Die Gebäudereinigungs GmbH sieht sich als „Partner für Sauberkeit" – das geht übers Fensterputzen oder die Büroreinigung hinaus.

Mehr als nur Fenster- und Toilettenputzen

„Außenstehende denken, wir würden nur Toiletten putzen. Das gehört auch dazu, ist aber nur ein kleiner Teil", sagt Thomas Bußmann, Ehemann von Geschäftsführerin Miriam Howe-Bußmann und selbst seit 30 Jahren im Familienbetrieb. Die Reinigungsexperten wissen, wie man festgetretenen Kaugummi aus dem Teppich bekommt, wie das Graffiti von der Fassade entfernt oder wie eine Solaranlage wieder zum Glänzen gebracht wird. Sie arbeiten Marmorböden auf oder befreien Lamellen von Schmutz und Staub. Kunden kommen aus dem gewerblichen wie privaten Bereich.

„Es ist toll zu sehen, wenn der Kunde sich hinterher freut", sagt Thomas Bußmann zum glänzenden Ergebnis, das er und seine Kollegen hinterlassen. Die Vielseitigkeit und den Kundenkontakt schätzt der Schwiegersohn des Firmengründers besonders an seinem Beruf. Außerdem müsse man gut mit Chemikalien umgehen können und wissen, welches Mittel für welches Material benutzt werden dürfe.

Auch Miriam Howe-Bußmann mag die Tätigkeit – wenngleich sie eigentlich Goldschmiedin werden wollte. Zu der Zeit aber fuhr kein Bus Richtung der möglichen Ausbildungsstelle in Bad Rothenfelde – es wurde nichts aus den Plänen. Also trat sie in die Fußstapfen des Vaters. „Ich bin da so reingewachsen", sagt sie. Die Versmolderin lernte im elterlichen Betrieb den Beruf der Glas- und Gebäudereinigerin, bekam 1995 den Meisterbrief und übernahm 2005 schließlich das Unternehmen.

Dritte Generation steht in den Startlöchern

Der Bedarf an Gebäudereinigern sei groß. „Es gibt immer mehr Leute, die wenig Zeit haben und sich den Luxus gönnen, die Fenster putzen zu lassen", nennt Thomas Bußmann ein Beispiel. Ebenso seien schlüsselfertige Neubaureinigungen immer gefragter. Die Konkurrenz in der Branche hat entsprechend zugenommen. Die Howes sehen kritisch, dass man auch ohne Meisterbrief einen Betrieb gründen könne. Dem Preiskampf wollen sie ihr Know-how und und ihre jahrzehntelange Erfahrung entgegensetzen.

Gründer Otto Howe jedenfalls konnte mit 65 Jahren beruhigt in den Ruhestand gehen. Der Seniorchef sprang auch danach immer dann ein, wenn Hilfe benötigt wurde. Der 79-Jährige ist froh, sein Unternehmen in guten Händen zu wissen. Mit Enkel Patrick Bußmann steht die nächste Generation in den Startlöchern. Er beginnt im August seine Ausbildung – im Jahr des Goldjubiläums.

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