Versmolder Baustelle wird zur Geduldsprobe für Autofahrer

Straßenbau: Seit gestern ist der Westheider Weg wegen Bauarbeiten zur Einbahnstraße geworden. Trotz Osterferien ist der Rückstau im benachbarten Brüggenkamp enorm. Ortskundige sollten den Bereich umfahren

Silke Derkum-Homburg

Stau auf dem Brüggenkamp: Wer aktuell in die Münsterstraße abbiegen will, muss viel Zeit und Geduld mitbringen. - © Silke Derkum-Homburg, HK
Stau auf dem Brüggenkamp: Wer aktuell in die Münsterstraße abbiegen will, muss viel Zeit und Geduld mitbringen. (© Silke Derkum-Homburg, HK)

Versmold. Wer Montagvormittag den Umleitungsempfehlungen folgte, und die Baustellen über Brüggenkamp und Münsterstraße umfuhr, brauchte starke Nerven und viel Geduld. Bis zu 350 Meter staute sich der Verkehr im Brüggenkamp. Zehn Minuten und länger brauchten die Autofahrer teilweise, um die kurze Straße zu durchqueren. Viele wollten diese Zeit nicht aufbringen und wendeten ihre Fahrzeuge, um sich selbst eine Umfahrung der Baustelle zu suchen. Auch die Linienbusse, die vom Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) starteten, mussten sich in den Stau einreihen und Verzögerungen in Kauf nehmen.

Der Grund für den Stau sind gleich zwei Baumaßnahmen auf dem Westheider Weg. Wie berichtet, muss zum einen die Asphaltfläche am Bahnübergang erneuert werden, da sie im Laufe der Zeit zu uneben geworden waren. Bauherrin ist hier die TWE, die Streckenbetreiberin dieses Bahnabschnitts. Bereits am Montag wurden dafür auf einer Fahrbahnseite vor und hinter den Schienen große Flächen ausgefräst und wieder mit Asphalt gefüllt. Dienstag und Mittwoch ist die andere Fahrbahnseite an der Reihe. Spätestens am Donnerstag könnte der Verkehr hier wieder normal fließen.

Fünf Kanaldeckel waren tiefer gesackt

Einspurig: Der Asphalt am Bahnübergang Westheider Weg wird großflächig erneuert, damit dort demnächst alles wieder glatt läuft. - © Silke Derkum-Homburg, HK
Einspurig: Der Asphalt am Bahnübergang Westheider Weg wird großflächig erneuert, damit dort demnächst alles wieder glatt läuft. (© Silke Derkum-Homburg, HK)

Wird er aber nicht, da auch die Stadt die Ferienzeit und die TWE-Bauarbeiten nutzt, um nötige Sanierungsarbeiten an den Kanaldeckeln durchzuführen. „Wir hätten das sowieso in nächster Zeit machen müssen", sagt Bauamtsleiter Dirk Niggemann. „Da die Straße nun ohnehin gesperrt werden musste, hat sich die Stadt drangehängt."

Insgesamt fünf Kanaldeckel müssen auf dem Abschnitt zwischen Rothenfelder Straße und Knetterhauser Straße saniert werden. Im Laufe der Jahre ist der Beton zwischen den Ausgleichsringen, welche die Verbindung vom Kanal tief im Boden bis zur Straßenoberfläche herstellen, zerbröselt. Dadurch ist alles ein paar Zentimeter tiefer gesackt, was dazu führte, dass auch die Kanaldeckel in der Straße einige Zentimeter tiefer lagen als das Straßenniveau. Nicht nur Autofahrer bekamen das beim Überfahren der Deckel zu spüren, vor allem für Motorradfahrer können sich diese Schadstellen als gefährlich erweisen.

Spätestens ab Ende nächster Woche soll der Verkehr in diesem Teil der Innenstadt aber wie gewohnt fließen. Bis dahin gilt noch die Umleitung, für die Fahrzeuge, die aus Richtung Oesterweg kommend den Westheider Weg befahren. Ab der Abzweigung Rothenfelder Straße müssen diese Fahrzeuge nach rechts in die Rothenfelder Straße abbiegen und dort dann die erste Möglichkeit zum Linksabbiegen in die Nordfeldstraße nehmen. Über die Nordfeldstraße werden sie dann zurück zum Kreisel am Westheider Weg geführt und überfahren diesen geradeaus in den Brüggenkamp bis zur Münsterstraße. Für den Verkehr aus Richtung Peckeloh ändert sich nichts. Er wird auf der Einbahnstraße an der Baustelle vorbeigeführt.

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