TV-Komiker Bernd Stelter tauft Bus in Versmold

Der TV-Star kommt im September nach Versmold und stattete seinen Gastgeberinnen jetzt schon einen feuchtfröhlichen Besuch ab. Dabei gibt es auch rührende Untertöne

Silke Derkum-Homburg

Allzeit gute Fahrt: Bernd Stelter (von links) ist Taufpate des neuen Busses, Ulrike Poetter hält die Taufrede und rührt Renate Sieckendiek, Bettina Sieckendiek und Birgit Sieckendiek-Rinker mit ihren Erinnerungen an den Firmengründer Fritz Sieckendiek. - © Silke Derkum-Homburg, HK
Allzeit gute Fahrt: Bernd Stelter (von links) ist Taufpate des neuen Busses, Ulrike Poetter hält die Taufrede und rührt Renate Sieckendiek, Bettina Sieckendiek und Birgit Sieckendiek-Rinker mit ihren Erinnerungen an den Firmengründer Fritz Sieckendiek. (© Silke Derkum-Homburg, HK)

Versmold-Peckeloh. Um keinen falschen Eindruck entstehen zu lassen – fröhlich geht es meistens zu, wenn jemand zu Besuch kommt, dessen Beruf es ist, andere zum Lachen zu bringen. Und feucht war es in diesem Fall tatsächlich, allerdings nur für den neuen Bus der Sieckendiek-Flotte.

Aber der Reihe nach. Zum dritten Mal ist der gebürtige Westfale Bernd Stelter in Versmold zu Gast. 2009 stellte er passenderweise im Wohnstore Stelter seinen Krimi vor. 2016 war er auf Einladung des Reiseunternehmens Sieckendiek mit seinem Programm »Wer heiratet, teilt sich die Sorgen, die er vorher nicht hatte« in Versmold zu sehen. „Da habe ich gesehen: Die Sieckendieks können Kultur", sagt er. Deshalb komme er nun mit seinem neuen Programm »Hurra, ab Montag ist wieder Wochenende« gerne nach Versmold zurück.

Info

Promi-Pate tauft den Bus

  • Ihre Reisebusse sind für die Sieckendieks wahrscheinlich so etwas wie Familienmitglieder. Doch trotzdem fuhren die riesigen Fahrzeuge bislang namenlos durch Europa. Das ist seit dieser Woche anders.
  • Ein nagelneuer Reisebus mit 55 Plätzen ist der erste, der ganz offiziell getauft wurde – und zwar von Ehrengast Bernd Stelter. Mit der Namensgebung setzt die Familie ihrem Ehemann, Vater, Schwiegervater und Opa Fritz Sieckendiek ein Denkmal.
  • So wie vor Schiffsnamen grundsätzlich die Buchstaben MS stehen, so beginnen die Namen der Sieckendiek-Busse nun mit den Initialen FS des 1999 verstorbenen Firmengründers. „Und dieser Bus heißt FS Versmold, um das Jubiläumsjahr Versmolds zu würdigen", sagt Bettina Sieckendiek.
  • Dass die Bustaufe genau am 79. Jahrestages des Geburtstags von Fritz Sieckendiek stattfand, war für Renate Sieckendiek und ihre Töchter Birgit Sieckendiek-Rinker und Bettina Sieckendiek bewegend. Die stellvertretende Bürgermeisterin Ulrike Poetter erinnerte sich an den 59. Geburtstag von Fitz Sieckendiek und das große Geschenk, das seine Frau ihm gekauft hatte: „Es war genau richtig so, denn es sollte sein letzter Geburtstag sein."

Auch Montage sind lebenswert

Und er hat ein Anliegen, wie der Titel schon verrät. Egal welchen Radiosender man montagsmorgens einschalte, irgendwann sagt der Moderator: »Leute, nur noch fünf Tage, dann ist wieder Wochenende.« „Hat der nicht alle Tassen im Schrank? Wenn der keine Lust hat, Radiomoderator zu sein, dann kann er ja Frisör werden, die haben montags frei", sagt Bernd Stelter und erntet die ersten Lacher im großen Konferenzraum der Firma Sieckendiek, wo der Pressetermin für den Auftritt im September stattfindet.

„Wir leben jeden Tag für den Feierabend, jede Woche fürs Wochenende und das ganze Leben lang für bessere Zeiten", sagt er. „Das Morgen ist ein unsicherer Geselle, wir sollten das Heute feiern", lautet seine Botschaft. Und obwohl Bernd Stelter als Spaßmacher bekannt ist, möchte er nicht als Comedian gelten. „Das, was ich mache, ist auf keinen Fall Comedy", sagt der 57-Jährige. Bei Comedy laufe man mit einem Mikrofon über die Bühne und erzähle irgendwas, Hauptsache die Leute lachen. „Aber ich habe ein Thema und da bleibe ich dran. Es ist eine Show – ich mache alles, außer tanzen", beschreibt er, was die Zuschauer erwartet. Er singt, spielt Gitarre und Klavier – und es wird auch ernste Momente geben. Aber immer mit der passenden Pointe, wie Stelter kurz darauf wieder beweist, wenn er darüber philosophiert, dass man den Deutschen immer klar machen müsse, wie gut es ihnen gehe.

Köstlicher Kommodenlack

„Wir sind eines der reichsten Länder, es ist wunderschön hier und wir leben seit Jahrzehnten im Frieden, und trotzdem wandern alle aus: die Geissens, der Wendler und der Currywurst-Mann. Wenn jetzt noch Dieter Bohlen, Martin Winterkorn und Alexander Gauland weg wären, dann geht es uns doch richtig gut."

Richtig gut ging es Bernd Stelter auch bei seinem Versmolder Auftritt vor drei Jahren. „Ich habe hier alles erlebt, was geht – ich habe zwei Kilo zugenommen und Getränke konsumiert, von denen ich nicht wusste, dass es sie gibt", sagt er und outet sich als Fan eines Schnapses namens Kommodenlack, den er und seine Begleiter einst in Emils Wirtshaus in Bockhorst genossen.

Bettina Sieckendiek hat wieder eine Flasche für ihn besorgt. Für die Bus-Taufe ist die allerdings zu schade. Dafür steht Sekt bereit. „Das ist schon schade, so ein schöner, neuer Bus, und ich haue die Flache Sekt dadrauf", witzelt Stelter, bevor er den Bus dann doch nur rennfahrermäßig mit Sekt bespritzt. „Wir sehen uns spätestens im September", sagt Stelter, als er sich verabschiedet. „Und ich freue mich darauf."

Bernd Stelter, »Hurra, ab Montag ist wieder Wochenende«, Sonntag, 29. September, 19.30 Uhr. Karten gibt es im Reisebüro Sieckendiek, Bismarckstraße 7, ` (0 54 23) 9 41 40, zum Preis von 36 Euro.

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